Montag, 19. September 2011

Was kürzlich geschah

• „… und in dieser Ecke arbeiten die Kollegen, die ständig versagen. Ist quasi unser Scheiterhaufen.“
• „Hallo? Bauer Schmidt? Wir haben Ihren Trecker entführt! Wir wollen eine Million in kleinen Schweinen, Details folgen!“
• „Sie machen immer so zauberhafte Frisuren! Sie sollten Ihren Salon 'Charme-Haar' nennen.“ „Ah, großartige Idee, klingt echt genital.“
• „Du wirst deinem Computer immer ähnlicher.“ „Wir sind gleich intelligent?“ „Nein, ihr seid beide ständig im Ruhezustand.“
• „Ich hasse es, dass du so unberechenbar bist.“ „Du warst immer schon mies in Mathe.“
• „Deine vielen Komplimente beschämen mich.“ „Ach nein, bitte …“ „Zumal ich mich ja nie dafür revanchieren kann.“
• Der Letzte macht das Licht am Ende des Tunnels aus.
• „Noch ein Tipp von Arzt zu Patient: Achten Sie mehr auf Ihre Rektalhygiene!“ „Lecken Sie mich doch im Arsch mit Ihren doofen Fremdwörtern!“
• „Und Ihre Qualifikation für die ARD?“ „Ich bin Schreiner.“ „Ah, sehr gut, dann können Sie ja holzschnittartige Tatort-Drehbücher schreiben!“
• „Erfolg? Reichtum? Glück? Liebe? Sex? Ruhm? Was darf ich bringen?“ „Hm. Schwierig. Erst mal ein Glas stilles Wasser, bitte.“
• Immer, wenn ich im Traum eine Frau kennenlerne, wacht diese irgendwo laut schreiend und schweißgebadet auf.
• „Findest du, ich habe abgenommen?“ „Specktakulär!“
• „Hat jemand den Johannes gesehen?“ „Der kommt nur alle Vierteljahr hier vorbei. Ist ein Quartalstäufer.“
• Habe mich überall teetowieren lassen. Sieht gut aus, aber am ganzen Körper diese Beutel ist eher unpraktisch.
• „Großartiger Krach! Gefällt mir!“ „Tja, gelärmt ist gelärmt.“
• Dann sprach der eine Löwe zum anderen Löwen, dass man Reißende nicht aufhalten solle. Hyäne und Aasgeier hörten das und nickten vorfreudig.

Mittwoch, 14. September 2011

Na also!


Es geht also doch. Zeigten sich die letzte Woche vorgestellten Schottischen Hochlandrinder unerfreulich trendorientiert in einem arg ins pferdehaft lappenden Stil – das Künstliche ihres Stils vielleicht der Nähe zur Modemetropole Frankfurt geschuldet –, präsentieren sich diese in der Taunus-Idylle Kelkheim fotografierten Exemplare pfeilgrad so, wie es sich gehört: mit langem zotteligem Haar, mit noch längeren Hörnern, ohne Hufeisen (auf dem Foto leider nur schlecht zu sehen) und mit einem Muhen, das trotz seines stark hessischen Akzents sowohl die bovine Familie als auch den schottischen Migrationshintergrund verrät (auf dem Foto leider nur schlecht zu sehen).

Freitag, 9. September 2011

Kurzes Poetengespräch

Zwei Dichter unterhielten sich:
„Kein einer dichtet so wie ich!“
„Nur gut, das wär ja fürchterlich!“
Gekränkt sich da der erste schlich.

Donnerstag, 8. September 2011

Grüngürteltier


Sehr harmlos sieht es aus, das Grüngürteltier, so entspannt, wie es da auf der Niddabrücke lümmelt. In der Tat hat es eine im Prinzip gutmütig-liebenswürdige Art, und es ist meistens in sehr aufgeräumter Stimmung. Aber Vorsicht! Reizen Sie es nicht! Dann kann es auch mal ungemütlich werden! Es hat zwar nur den grünen Gürtel, aber schon mancher, dem der Sinn nach einem Schabernack stand, fand sich hinterher mit blauen Flecken und unerfreulichen Fleischwunden in der Nidda wieder.

Mittwoch, 7. September 2011

Mode


Selbst die Tierwelt, der man gerne eine gewisse Naturverbundenheit und Trendresistenz sowieso nachsagt, ist nicht über alberne Modetorheiten erhaben. Ein besonders frappierendes Beispiel liefern diese Schottischen Hochlandrinder. Bestechen sie normalerweise durch einen zeitlos schönen, traditionellen Look mit langem, onduliertem Fell, überraschen sie hier durch eher kurzes Haar, das offenbar mit dem Glätteisen gebändigt wurde.

Auffallend auch die Abwesenheit der typischen eindrucksvollen Hörner, die normalerweise der gutmütigen Art der Hochlandrinder zum Trotz an die kämpferische Vergangenheit ihres Heimatlandes erinnern. Die sich hier aufdrängende Frage, ob dieser Verzicht ein Einknicken vor dem pazifistischen Zeitgeist ist oder Stylinggründe hat, konnte noch nicht zufriedenstellend beantwortet werden.

Dienstag, 6. September 2011

Was kürzlich geschah

• Ständig an Grenzen stoßen, nirgendwo weiterkommen: das ist MEIN Leben am Limit.
• Gewalt ist keine Lösung, Alkohol ist keine Lösung. So langsam gehen mir die Optionen aus.
• Rechnen kann ich nicht so gut. Zahlen sind für mich Ungeziffer.
• „Achtung, eine wichtige Durchsage! Der Keller ist überfüllt, gehen Sie zu Ihrer Sicherheit bitte auf den Dachboden, wenn Sie lachen wollen.“
• Über die Diagnose 'stark erhöhte Laberwerte' werde ich natürlich kein Wort verlieren.
• Mein Arzt hat mich gewarnt, ich soll nicht so oft zur Flasche greifen. Trinke ich den Schnaps halt aus dem Wasserglas. Wenn's gesünder ist …
• Pro-Tipp: Beim Frühjahrsputz nicht allzu genau hinschauen, sonst sieht man den Dreck, und dann fängt es an, Arbeit zu machen.
• Geht Sie gar nichts an, warum ich mir eine Brunstabzugshaube bestellt habe. Aber wie und wo installiert man die?
• „Es ist aussichtslos! Meine Lage ist völlig aussichtslos!“ „Vielleicht hättest du doch nicht die Kellerwohnung nehmen sollen.“
• Ist es Fußballern eigentlich erlaubt, das Spielfeld mit Rollator zu betreten? Ich frage für Felix Magath.
• Leichte Küche soll ja so gesund sein. Hab mir jetzt für viel Geld eine bestellt, die überwiegend aus Kohlefaser besteht.
• Meinen Horizont erweitere ich am liebsten, indem ich Fenster oben und unten abklebe.
• „Bitte glauben Sie mir, ich bin unschuldig.“ „Oh, das tut mir aber leid.“

Montag, 29. August 2011

Was kürzlich geschah

• Bin bescheuert, aber nicht ganz sauber. Offenbar taugt das Scheuermittel nichts.
• „Sie sagen in Ihrer Bewerbung, Social Media sei Ihre große Stärke?“ „Ich bin in allen Swinger-Foren registriert!“ „Danke, wir melden uns.“
• „Was machen Sie so beruflich?“ „Ich bin Torjäger.“ „Ach, Sie spielen Fußball.“ „Nein, ich erschieße Vollidioten.“
• Hab notiert, was ich in meinem nächsten Leben anderes machen werde. Denke jetzt darüber nach, das Werk zu einem 1000-Seiten-Roman zu kürzen.
• Unterm Strich zähl ich. Aufm Strich zahl ich.
• Immer wieder diese peinlichen Momente, wenn man bei Youporn versehentlich auf "Gefällt mir" geklickt hat.
• „Was spricht am meisten für Sie?“ „Im Vergleich zu mir wirken Ihre Mitarbeiter gleich viel kompetenter.“ „Danke, wir melden uns.“

Montag, 22. August 2011

Was kürzlich geschah

• Besser die Dirne gestoßen als die Birne.
• „Aber nein, dein Penis ist nicht zu klein. Vielleicht könnte man sagen, dass er die ideale Reisegröße hat.“
• Wenn sich Teilnehmer an Origami-Kursen zu dämlich anstellen, werden sie vom Kursleiter zusammengefaltet.
• Als die Win-win-Situationen seltener wurden, flüchteten sich viele immer häufiger in Cin-cin-Situationen.
• „Und, wie geht's?“ „Danke, mies.“ „Oh, das tut mir leid!“ „Aber nein, nicht doch. Normalerweise geht es mir noch viel schlechter.“
• Alkohol ist keine Lösung. Kein Alkohol ist auch keine Lösung. Ich glaub, ich gebe auf.
• Die erfrischende Wirkung von Fartwind wird auch stark überschätzt.
• Coupons schneide ich grundsätzlich gegen die von der Schere vorgegebene Schnittrichtung ab. Es lebe die Anarchie!
• „Und? Wie war die Bestechungssumme?“ „Annehmbar.“
• Manche Dinge gehen mir nicht am Arsch vorbei – sie rennen.

Freitag, 12. August 2011

Was kürzlich geschah

• Möchte jemand eine Arschkarte kaufen? Sie ist allerdings schon stark abgenutzt.
• Beim fragwürdigen Erziehungszustand so manchen Nachwuchses wünscht man sich, der Mörder wäre immer der Kindergärtner.
• Ich bin so schüchtern, dass ich mich erst dann traue, eine Frau anzusprechen, wenn sie schon bei mir im Bett liegt.
• Die Gesichtserkennung bei Facebook funktioniert. Als Beziehungsstatus ist für mich nur „Ladenhüter“ vorgesehen.
• „Alles okay?“ fragt man auch ausschließlich Leute, bei denen ganz offensichtlich überhaupt nichts okay ist.
• „Ich verlasse dich!“ „Aber du hast mich doch gestern schon verlassen.“ „Ich weiß. Hat aber so viel Spaß gemacht.“
• „Was für ein hoffnungsloser Säufer!“ „Ja, der lebt schon in einem Paralall-Universum.“
• „Einen Schrumpfkopf sollste bringen, du Idiot, keinen Schlumpfkopf!!!“ „Kein Grund, gleich blau anzulaufen.“
• „Hallo, ich bin dein Schnurzengel, und es ist mir piepegal, was mit dir passiert.“
• Die Vergangenheit wird immer mehr und hat trotzdem keine Zukunft.
• „Pardon, mir ist gerade nach menschlicher Nähe, darf ich Sie umarmen?“ „Ich glaub es huggt!“
• Skatspieler wissen: Reizende soll man nicht aufhalten.
• Eher unbefriedigend ist es, wenn man ganz unten in der Fuckordnung steht.
• Ich prostituiere in aller Schärfe gegen den Sittenverfall in diesem Lande!
• Sollen die Leute doch im Urlaub hinreisen, wo sie wollen. Ich fahre wie jedes Jahr aus der Haut.
• Immer nur zwischen den Stühlen ist auch scheiße.
• „Moni hat Manni zur Minna gemacht.“ „Menno!“
• Meine Laune ist im Keller. Wahrscheinlich, um heimlich zu lachen.
• „Überall diese kommunistischen Gartenzwerge!“ „Klar, du bist hier im Rotwichtmilieu.“
• „Glaubst du, dass diese Reliquien echt sind?“ „Das halte ich für unwahrschreinlich.“
• Jeder ist seines Glückes Schiet.
• „Willste nen Gummibärchen? Von Haaribo!“ „Ne, lass ma, davon krieg ich immer so eine pelzige Zunge.“
• Ich lasse alles stehen und liegen, um mich gehen lassen zu können.
• „Und wenn ich gleich drei von diesen Streithähnen kaufe?“ „Dann kann ich Ihnen einen guten Rabatz einräumen.
• Ich glaube fest an außerirdische Intelligenz. Irgendwo muss sie ja sein.

Dienstag, 9. August 2011

Slumming in Kelkheim


Lebensgefährlich ist es, unter einer Jalousie zu nächtigen, die sich spontan ihres Halts entledigt und unter schlauer Ausnutzung der Schwerkraft nach unten plumpst. Noch schlauer aber ist der Schläfer, der das voraussieht und gegen Mittag das Bett bereits verlassen hat.

Da es sich unter einem jalousienfreien Fenster jedoch selbst in einem nur euphemistisch als Sommer zu bezeichnenden Sommer äußerst schlecht schläft, ist der schlaue Schläfer in seiner ganzen Schlauheit gefordert. Unter Hinzunahme seines handwerklichen Geschicks bastelt er sich also einen raffinierten Helligkeitsdraußenhalter, der vielleicht eine etwas favelahafte Anmutung hat, seinen Zweck aber vollkommen erfüllt.

Freitag, 5. August 2011

Erodierende Gewissheiten 9

Manchmal kommt es vor, dass ich der gleichen Meinung wie die volksmeinungsbildende bzw. volksmeinungsaufgreifende Krawallzeitung mit den vier großen Buchstaben bin, die ich hier nicht durch Erwähnung des Namens aufwerten will. Das ist dann zuverlässig der Anlass für mich, meine Meinung nicht unbedingt reflexartig zu ändern, aber doch wenigstens zu überdenken. So auch diese Woche, als einem Kindsmörder, den ich hier nicht durch Nennung seines Namens aufwerten will, eine Entschädigung zugesprochen wurde, weil man ihm im Verhör mit Gewalt gedroht hatte.

War ich also zuerst ebenfalls total empört, erodierte meine Gewissheit immer mehr, bis ich das Urteil brillant fand. Es sagt eindeutig, dass Folter in diesem Land nicht zu tolerieren ist. Das unterscheidet uns von viel zu vielen anderen Ländern. Die Entschädigungssumme ist aber sehr gering („Ja, dir steht offiziell was zu, aber wir alle wissen, dass du eigentlich einen Tritt in die Eier verdient hast.“), wird durch den Abzug von 4/5 der Prozesskosten noch geringer, und was übrig bleibt, geht direkt an die Staatskasse wegen Schulden aus dem Mordprozess. Man kann das vielleicht mit 10 Cent Trinkgeld vergleichen, die viel beleidigender sind, als gar kein Trinkgeld zu geben. Gleichzeitig, aber da interpretiere ich möglicherweise zuviel in das Urteil hinein, bedeutet der geringe Betrag, dass in diesem bestimmten Fall die Schuld der Polizisten eine sehr relative ist.

Bleiben zwei Hoffnungen. Die eine, dass man uns in Zukunft in der Presse den Anblick des Mörders erspart – was die Angehörigen des Opfers dabei empfinden, will man sich gar nicht vorstellen. Die andere, dass in vergleichbaren Fällen Polizisten am Werk sein werden, die ebenfalls mutig genug sind, sich über bestehendes Recht hinwegzusetzen, um möglicherweise das Leben eines Kindes zu retten.

PS: Man entschuldige diesen Ausrutscher ins ernsthafte Genre. Es soll so bald nicht wieder vorkommen.

Mittwoch, 3. August 2011

Brokatreflexionen

Am Fenster, auf Brokat gestützt,
Frag ich mich, was das Leben nützt.

Im Hintergrund die Glotze läuft,
Die Alte schon seit Stunden säuft.

Ein Kerl schubst eine Rentnerin
Vor einen Bus – sieh jetzt nicht hin.

Der Nachbar seine Frau verhaut,
Wär schön, er tät‘s nicht ganz so laut.

Ein Krankenwagen fährt vorbei,
Da wird wohl eine Wohnung frei.

Die Töchter gehen auf den Strich,
Na ja, mehr Kohle schadet nich.

Ein neuer Job wär mir nicht recht,
Solange das Sozialamt blecht.

Die Tage hier sind öd und lang,
Ich hasse diesen Müßiggang.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Was kürzlich geschah

• Am durchtrainiertesten sind die Frohnaturen, die zum Lachen in den Keller gehen.
• „Ich bin ja ein unbedingter Verfechter der Demokratie. Sie muss natürlich da ihre Grenzen haben, wo sie meine Interessen beeinträchtigt.“
• Die Vorfahren der heutigen Schafe sind übrigens die Mähandertaler.
• Musste beim Schnapskaufen immer den Ausweis zeigen, weil ich so jung wirke. Habe mir jetzt Nasen- und Ohrenhaare implantieren lassen.
• „Sei jetzt nicht enttäuscht, du bist echt besser dran ohne mich. Sieh es als Geschenkkorb.“
• „Wie haben Sie denn Ihren Gatten kennengelernt, Frau Bundeskanzlerin?“ „Bei Sauer sucht Frau.“
• „Du magst Nutztiere?“ „Ja, ich bin ein echter Viehlantrop.“
• Meine Arbeit ist von gravierenden Fehlern geprägt.
• Auch für Skispringer gilt: Jeder verdient eine zweite Schanze.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Expertenmeinung

Es ist uns gelungen, einen von führenden Klimahysterikern empfohlenen Klimaforscher zu untrüglichen Beweisen für die unaufhaltsame Klimakatastrophe zu befragen. Hier seine differenzierten Antworten auf einige von uns vorgegebene Szenarien:
Es ist für die Jahreszeit zu warm: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es ist für die Jahreszeit zu kalt: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Die Temperaturen sind vollkommen unauffällig: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es ist für die Jahreszeit zu trocken: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es ist für die Jahreszeit zu nass: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Die Niederschlagsmengen sind vollkommen unauffällig: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es ist für die Jahreszeit zu stürmisch: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es ist für die Jahreszeit zu windstill: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Die Luftbewegungen sind vollkommen unauffällig: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es gibt Vollmond oder Neumond oder irgendwas dazwischen: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es gibt Sonnenfinsternis oder Mondfinsternis oder auch nicht: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es gibt viele Erdbeben: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
Es gibt keine Erdbeben: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“
In China fällt ein Sack Reis um: „Der beste Beweis für die Klimakatastrophe!“

Mittwoch, 20. Juli 2011

Was kürzlich geschah

• Wenn mir mal langweilig ist, gehe ich in Zoohandlungen, frage nach Mäusen & Ratten und drohe dann mit dem Gesundheitsamt.
• „Wenn mir mal langweilig ist …“ „Du sagst doch immer, dir wär niemals langweilig!“ „… erzähl ich allen, mir wär niemals langweilig.“
• Nicht aus Schüchternheit kriege ich in Gegenwart von Frauen keinen Ton raus. Es gibt nur zu viele Themen, bei denen man nur verlieren kann.
• „Sag mal, wie läufst du den rum? Dein Mantel ist ja vollkommen altmodisch und total staubig!“ „Tja, das war ein Dachlodenfund.
• „Ich bin eine Null. Ein Versager. Ich kann nichts, rein gar nichts.“ „Aber nein, du kannst dich immerhin gut selbst einschätzen.“
• Wenn ich wegen meiner eigenen Dummheit verzweifelt bin, werde ich schnell deppressiv.
• Als dann noch vor den Rohstoffen die Frohstoffe zur Neige gingen, wurde weltweit die Laune spürbar mieser.
• Muss an meiner Aussprache arbeiten, darf kein „H“ mehr verschlucken. Wollte eine Haartransplantation und hab jetzt einen Adler am Schädel.
• Irgendwann wird es so viele soziale Netzwerke geben, dass jeder eins für sich alleine haben und ungestört vor sich hin netzwerken kann.
• „Es ist mir wichtig, dass mein Gehirn beweglich bleibt.“ „Und wie schaffst du das?“ „Kopfschütteln.“
• „Wie geht's dir? Moment! Antworte bitte nur, wenn es dir gutgeht. Alles andere ertrage ich nicht.“
• Unterhaltungen zwischen Flundern und Schollen gehen nur selten über den Austausch von Plattitüden hinaus.
• „Ich werd jetzt einen Lieferservice aufmachen.“ „Ach, das bringt doch nichts.“
• Diese unglaublich wilde, schier unbezähmbare Lethargie.

Montag, 11. Juli 2011

Was kürzlich geschah

• Um ein Haar hätte ich heute geduscht. Zum Glück habe ich einen aufmerksamen Schmutzengel.
• Die Erkenntnis, dass Alkohol auch keine Lösung ist, kann sehr ernüchternd sein.
• Wenn alles schiefläuft, kommt man auch mit orthopädischen Einlagen nicht weiter.
• Ich stehe ja auf Kriechfuß mit der modernen Technik, aber die Einschleimerei hilft mir da auch nicht weiter.
• Ich bin ja ein eher lässiger Typ. Also lässig im Sinne von 'ich lass das mal lieber, soll sich jemand anders drum kümmern.'.
• Was sagt eigentlich Frau Alice Schwarzer dazu, dass immer nur von Dilettanten die Rede ist, niemals aber von Diletonkeln?
• Es heißt, der Stand-by-Modus würde unnötig viel Energie verbrauchen. Dann schalte ich mein Gehirn mal lieber komplett aus.
• Ich bin proaktiv anti.
• Die Nahtlosigkeit, mit der ich von „es ist mir zu kalt für Sport“ zu „es ist zu heiß für Sport“ übergehe, muss man mir erst mal nachmachen.
• „Kann ich Ihnen behilflich sein oder finden Sie alleine aus unserem Laden hinaus?“
• Hose zum Änderungsschneider gebracht. Bin jetzt nervös. Hab vergessen zu sagen, dass sie unten gekürzt werden soll, nicht oben.
• Das Dilemma des anonymen Alkoholikers: weiter Fassade oder Fass ade.
• „Erinnerst du dich noch an früher? Richtige Bücher, nicht so E-Reader oder Kindle oder wie die heißen.“ „Ach ja, das waren noch Seiten.“
• „Unser neuer Joghurt ist noch nicht sahnig genug. Was meinen Sie, Herr Kollege?“ „Lassen Sie uns am besten ein Cremium bilden.“

Samstag, 9. Juli 2011

Na endlich!

Es röhrt der Hirsch,
Der Auspuff röhrt.

Na endlich – beides nicht verköhrt!

Freitag, 8. Juli 2011

Verwechslung 4

Der Henker führt,
Der Führer henkt,
Pardon – das stimmt nur eingeschränkt.

Der Führer führt,
Der Henker henkt;
Uff – grade noch so eingerenkt.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Verwechslung 3

Die Amme brüllt,
Der Hunger stillt,
Oh oh, das klingt ein bisschen wild.

Die Amme stillt,
Der Hunger brüllt,
Ah ja, jetzt ist‘s mit Sinn gefüllt.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Verwechslung 2

Die Lade zieht,
Es schiebt der Tee,
Ojee, das ist nicht ganz okee.

Es zieht der Tee,
Die Lade schiebt –
Sofort das Ganze Sinn ergibt.

Dienstag, 5. Juli 2011

Verwechslung 1

Es kräht das Schwein,
Es grunzt der Hahn,
Moment, da hab ich mich vertan.

Es kräht der Hahn,
Es grunzt das Schwein,
Jawohl – das könnte richtig sein.

Freitag, 1. Juli 2011

Ein Blog? Wahrscheinlich.

Fügt man Buchstaben oft genug in beliebiger Reihenfolge aneinander, kommt schnell ein Wort dabei heraus. Simple Wahrscheinlichkeitsrechnung. Fügt man dann diese Worte oft genug in beliebiger Reihenfolge aneinander, kommt über kurz oder lang ein Satz dabei heraus. Fügt man dann diese Worte oft genug in beliebiger Reihenfolge aneinander, kommt irgendwann ein Text dabei heraus. Fügt man dann diese Texte in beliebiger Reihenfolge aneinander, könnte es ein Blog sein.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Was kürzlich geschah

• Nenen Si mch perfktinistish, abr ih wede diees Gefhl dr Unvllkomenhit enfach niht ls.
• Ich bin der, vor denen euch eure Eltern nie gewarnt haben.
• Geniale Marktidee für facebookaffine Waldarbeiter: „Gefällt von mir“-Sprühschablone zum Markieren frisch geschlagener Bäume.
• Meine Versuche, bescheiden, demütig und unabgehoben zu wirken, scheitern regelmäßig an der Ignoranz der mich umgebenden Vollidioten.
• Mehrere Pferde aneinanderkleben und sich von ihnen ziehen lassen: Hü-Pritt-Antrieb.
• Ich gehe nur ungern in Großmetzgereien. Man hat da immer so lange Wurststrecken zu überstehen.
• Habe meinen Anmachspruch der Jahreszeit angepasst und baggere mit „möchtest du mein Sommerloch sein?“. Bislang komischerweise ohne Erfolg.
• Bilde ich mir das jetzt ein oder kommt mir das nur so vor?
• Besser ein Déjà-vu-Erlebnis als gar nichts los.
• Wenn Scherzkekse Waschpulver in Springbrunnen kippen, kommen schnell viele Schaumlustige zum Gaffen.
• Ohne diese ewige Coolness wäre das Leben cooler.
• „Wo hast du denn das blaue Auge und die Schrammen im Gesicht her?“ „Bin gegen einen Wissensvorsprung gerannt.
• Da steht eine Frage im Raum und ist viel zu gut erzogen, um sich unaufgefordert hinzusetzen.
• Lifting find ich scheiße. Das wird man ja wohl noch ungestrafft sagen dürfen.
• Ich schule jetzt um zum Fassprediger und preise die erhebende Wirkung von Bier, Wein und Whisky.
• „Bitte lassen Sie mich durch!“ „Sind Sie ein Arzt?“ „Nein, aber stärker als Sie!“
• Wer einen Schatten hat, hat ein besseres Kurzeitgedächtnis.

Dienstag, 28. Juni 2011

Meine 15 Minuten des Ruhms, oder, Wie ich als Speedwriter33 mal den Tweet des Tages in der Rhein-Zeitung geschrieben habe


Heute in der Rhein-Zeitung aus Koblenz. Das Copyright für das Bild liegt ausnahmsweise nicht bei mir, sondern bei der Finderin und Fotografin.

Montag, 27. Juni 2011

Kulturstadt Frankfurt


Da steht er also in seiner Geburtsstadt mitten auf dem Platz, der seinen Namen trägt: Goethe.

Der Platz ist groß und grau und unstrukturiert. Er ist, reden wir nicht euphemistisch drum herum, hässlich. Vielleicht deshalb hat man Goethe jetzt eingemauert. Um ihm den Anblick der Ödnis zu ersparen? Damit er nicht wegrennen kann? Offenbar ist aber zwischendurch das Geld ausgegangen, denn besonders hoch ist die Mauer nicht geworden. Immerhin hoch genug, dass sie von Hunden gerne als Hundeklo angenommen wird. Wenn es wenigstens Weimaraner wären, die sich da erleichtern. Aber so viel Stilbewusstsein ist sicherlich zu viel verlangt. Von den Hunden und viel mehr noch von ihren zumindest in puncto Benehmen prekariatsnahen Besitzern.


Immerhin lassen die Bürger der Kulturstadt Frankfurt ihren Lieblingssohn nicht darben und füttern ihn mit halben Brötchen. Immerhin.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen an alle Werber

„Der fürsorgliche, fromme Mann gab mir nur dies wenige mit auf den Weg – nicht, weil er nicht mehr zu sagen hatte, sondern, weil er mich wegen meiner jungen Jahre für unfähig hielt, in dieser Lage mehr zu begreifen; und auch weil wenige Worte besser zu behalten sind als ein langes Geplauder und, wenn sie Saft und Nachdruck haben, als Anstoß zum Nachdenken mehr taugen als ein langer Sermon, den man zwar gut versteht, doch bald wieder vergisst.“

Der abenteuerliche Simplicissimus, in modernes Deutsch übertragen von Reinhard Kaiser, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2009, Seite 46.

Dienstag, 21. Juni 2011

Herr Hallmackenreuter erklärt die Welt, oder, Warum der Glaube an den freien Willen ein Irrglaube ist

Da haben schon viele klügere Köpfe drüber philosophiert: Hat der Mensch einen freien Willen? Oder nicht? Es haben sich regelrechte Schulen für die jeweiligen Theorien gebildet, und natürlich haben sie alle ihre guten Argumente. Als thematisch nicht gefestigter Mensch ist man wie so häufig auch hier geneigt, nach dem Anhören der ersten Partei der ersten Partei zuzustimmen und nach dem Anhören der zweiten Partei der zweiten Partei.

Ich kann diese Diskussion, die schon Jahrtausende lang die Menschheit beschäftigt, hiermit ein für alle Mal beenden. Es gibt den freien Willen … nicht. Es ist letztlich ganz einfach. Nichts auf Erden und auch im Universum geschieht grundlos. Oder, anders gesagt, alles geschieht aus einem bestimmten Grund. Manchmal können es auch mehrere sein. Ob nun ein Staubkorn durch die Luft fliegt oder ein Kran ein 16-Tonnen-Gewicht verliert, nichts geschieht einfach nur so. In jeder Millisekunde geschehen Aberzentilliarden von Dingen. Jemand kratzt sich am Sack, jemand kratzt die Kurve, jemand kratzt ab. Und damit kratze ich nur auf das alleroberflächlichste an der Oberfläche. Jedes Zucken eines Nerves, jede Bewegung von Wasauchimmer nach Wohinauchimmer: Nichts geschieht zufällig, alles hat seinen Grund. Alles. Ausnahmslos.

Was also auch immer geschieht, es hat einen Grund. Und dieser Grund hat nun wiederum seinen Grund, und dieser Grund wiederum und so weiter. Es ist letztlich nichts anderes als das ständige „warum?“ wissbegieriger Kinder. Warum ist das geschehen? Aha. Und was war dann wiederum dafür der Grund? Und so weiter. Meistens verstehen wir diese Gründe nicht. Was auch seine Gründe hat. (Drücke ich mich noch deutlich aus? Können Sie mir folgen? Prima, dann haben Sie mir was voraus.) Jedenfalls könnte man rein theoretisch alle Gründe und Grundgründe und Grundgrundgründe bis zum Urknall verfolgen. Und auch der wird seinen Grund gehabt haben. Es wird also seit der Sekunde Null ein großes Programm abgespult, auf das Einfluss nehmen zu wollen keinen Zweck hat. Schon, weil ja alleine das Einflussnehmenwollen einen Grund hat, also im großen Programm bereits vorgesehen ist. (Wie übrigens auch die Tatsache, dass ich diesen Text schreibe.)

Womit wir kurz vor Schluss endlich beim Thema wären, dem freien Willen. Auch alles, was wir denken, hat seinen Grund. Im Idealfall Gründe. Oft liegen diese Gründe weit in der Vergangenheit. Oder auch nicht. Ist ja auch wurscht. Nur: Keiner soll sich einbilden, dass seine Gedanken göttliche Eingebungen sind (meine sind davon natürlich ausgenommen). Es ist reine Biochemie, die da wirkt. Grund reiht sich auch hier an Grund, biochemikalische Ereignisketten klammern sich untrennbar aneinander, Gene fordern Tribut, unbewältigte Kränkungen erheben nach Jahrzehnten ihr Haupt, äußere Einflüsse nicht zu vergessen. Und immer, wenn wir denken, da hätten wir ja mal wieder was fabelhaftes gedacht, macht sich irgendwo ein Grund vor Lachen nass.

Oder, um das Geschwätz mal kurz zusammenzufassen: Es ist alles sinn- und zwecklos.

Sonntag, 19. Juni 2011

Was kürzlich geschah

• „Ich hab eine geniale Idee, wie man heiße Luft zur Fortbewegung nutzen kann!“ „Ach, toll. Wie denn?“ „Mit einem Föhnrad.“
• Erst die Stimme in die Urne, dann aber schweigen wie ein Grab.
• „Man muss auch mal Größe zeigen können.“ „Angeber! Und mach gefälligst die Hose zu, du ekliger Exhibitionist!“
• „Diesen Säbel können Sie unbesorgt kaufen, das ist noch echte Schwertarbeit.“
• Philosoffen brauchen für ihre besten Ideen immer einen gewissen Pegel.
• „Warum schimpfst du denn ununterbrochen?“ „Mir war langweilig, und so vergeht die Zeit jetzt wie im Fluch.“
• Ich gehe viel lieber nicht zu Partys, zu denen ich eingeladen bin, als zu solchen, zu denen ich nicht eingeladen bin.
• So oft, wie ich rumschimpfe, könnte ich niemals in einem Nichtfaucherbüro arbeiten.
• Der Motzarella zählt zu meinen liebsten Schmollkereiprodukten.
• Habe die Initiative ergriffen. Aber die war so glitschig, dass sie mir sofort wieder aus der Hand gerutscht ist.
• Ich hasse Sätze wie „wie jeder weiß“, wenn es nicht jeder weiß. Noch mehr hasse ich solche Sätze, wenn es außer mir wirklich jeder weiß.
• Schlecht gelaunte Auswanderer nennt man auch Emigrantler.
• Seit Selbstironie so modern ist, gibt es nur noch Leute, die früher als Letzte in die Fußballmannschaft gewählt wurden.
• Rechnen Sie mit dem Schlimmsten: Rechnen Sie mit Zahlen!
• Grillen find ich schrullig.
• Und dann war da noch der völlig unfähige Jäger, der in seinem ganzen Leben nichts auf die Rehe bekommen hat.
• Habe jetzt aus Angst vor anstrengender Arbeit eine Ächzschutzversicherung abgeschlossen.
• „Herr, schmeiß Hirn runter! … Halt, Finger weg, du Idiot, das ist für mich, bete gefälligst selbst, wenn du was brauchst!“
• Dankbarkeit gegenüber Rindern drückt man mit einem höflichen „Merci, beau Kuh!“ aus.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Heute auf der Post

Da betrete ich also heute morgen die Post in meinem Heimatort.
Die Schlange wie immer unübersichtlich lang.
Und schon von weitem unüberhörbar der Schaltermensch, sicherlich noch einer mit Beamtenstatus, ganz bestimmt einer mit Beamtenstatus. Beamtenfossil.
Erzählt von irgendeiner Hochzeitsreise, vermutlich eines seiner Kinder, nach Namibia. Der ganze Schalterraum bzw. die dort Schlange stehenden werden umfassend darüber aufgeklärt, dass da die Welt noch so ist, wie sie sein soll. Ehemalige deutsche Kolonie, Sie verstehen. Ordnung und so weiter, die deutschen Werte. So, wie es hierzulande ja schon längst nicht mehr der Fall ist.

Und dabei arbeitet er mit einer solch aufreizenden Gelassenheit, dass, um mal in der unerschöpflichen Welt der Klischees zu bleiben, jeder europaschädigende Grieche oder Portugiese (habe ich jemanden vergessen, Frau Bundeskanzlerin?) vor Neid erblassen würde.

Montag, 13. Juni 2011

Erosion erodierender Gewissheiten

Und da hat man kaum seine Empfehlung bezüglich des kommenden Formel-1-Weltmeisters für tippfreudige Leser quasi zurückgezogen, da gewinnt genau dieser Fahrer sein erstes Saisonrennen. Es sollte möglich sein, aus dieser überaus zuverlässigen Unfähigkeit ein profitables Gewerbe zu machen.

Sonntag, 12. Juni 2011

Erodierende Gewissheiten 8

Da lehnt man sich weit, weit aus dem Fenster und verkündet unaufgefordert und nach Jahrzehnten der wenn auch nur passiven Erfahrung, die einen natürlich trotzdem als unfehlbaren Kenner der Materie qualifiziert, auch wider besseren Wissens, dass es für die 24 Stunden von Le Mans nur einen echten Favoriten geben kann, nämlich den Audi mit den sehr routinierten und teilweise schon sehr grauhaarigen und daher über jeden Verdacht jugendlichen Leichtsinns erhabenen Gentlemen McNish, Capello und Kristensen, und dann versucht der McNish in einem Anflug von Wahnsinn, das Rennen noch vor Ablauf der ersten Stunde zu gewinnen und haut seinen Wagen bei einem völlig überflüssigen Manöver in einem solchen Monstercrash von der Strecke, dass der das Rennen verfolgende Teil der Menschheit nicht nur um sein Leben, sondern auch um das der Fotografen und Zuschauer bangen musste, weil noch Minuten nach dem Aufprall größere Trümmerteile zu Boden fielen, und das Rad eines Autos auf dem Kopf ist ja nun wirklich sehr, sehr ungesund, und das war es dann mit der Favoritenrolle dieses Teams.

Ich hatte übrigens schon vor Monaten unaufgefordert empfohlen, alles Geld auf Jenson Button als Formel-1-Weltmeister 2011 zu setzen. Es könnte sinnvoll sein, meine sportlichen Tipps zukünftig auf Synchronschwimmen und rhythmische Sportgymnastik zu beschränken.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Was kürzlich geschah

• „Der Text ist voll scheiße!“ „Oh, danke dir!“ „Ja, du machst Fortschritte. Noch zwei, drei Jahre, und dir gelingt was, das halbscheiße ist.“
• Eine Klagemauer kann mir nicht mehr helfen. Ich bräuchte einen Weinberg.
• Meine betont passive Arbeitshaltung hat auch Nachteile. Ich muss bei der Körperhygiene auf Staub, Spinnweben und Moos achten.
• „Mir ist langweilig.“ „Grammatik war noch nie deine Stärke. Du wolltest doch 'ich bin langweilig' sagen, oder?“
• Habe jetzt endlich das papierfreie Büro durchgesetzt. Ab heute wird alles auf Pergament ausgedruckt.

Sonntag, 5. Juni 2011

Der Dichter

Der Dichter sitzt vor einem Blatt
Und sucht nach goldnen Reimen;
Sein Geist jedoch ist furchtbar matt,
Das Epos will nicht keimen.

Das Blatt bleibt hartnäckig reinweiß,
Da hilft kein lautes Motzen;
Der Dichter brüllt „Was soll der Scheiß?“
Und fängt dann an zu kotzen.

Er reißt sich alle Haare aus
Und schlägt sich auf die Birne;
Dann holt der Dichter sich ins Haus
Zum Mauseln eine Dirne.

Auch das befruchtet nicht den Geist,
Der Dichter ist am Ende;
Mit rotem Kopf ers Blatt zerreißt,
Ein solcher Frust spricht Bände.

Flugs füllt er sich mit Alkohol,
Das Dichten zu erzwingen;
Des Dichters Kopf jedoch bleibt hohl,
Nichts scheint ihm zu gelingen.

Allein, den Dichter ficht‘s nicht an,
Stur will er‘s endlich wissen;
Er ist zwar blau, und mehr im Tran,
Doch grübelt er verbissen.

Und siehe da, mit einem Mal,
Der Dichter hat Gedanken;
Die sind zwar ein klein wenig fahl,
An Schwachsinn sie auch kranken.

Doch ist‘s dem Dichter einerlei,
Für ihn ist nur erheblich,
Dass seine ganze Quälerei
Nicht ganz und gar vergeblich.

Flink reiht der Dichter Wort an Wort,
Schafft zarte Sprachgewebe;
Der Syntax tut er einen Tort,
Der Sinn bleibt in der Schwebe.

Er huldigt der Legasthenie,
Das Werk klingt voll bescheuert;
Der Dichter gilt jetzt als Genie,
Wie alle Welt beteuert.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Was kürzlich geschah

• *Klingeling* „Ja?“ „Tag. Ihr Kredithai schickt mich, Ihnen Angst zu machen.“ „Dann bin ich beruhigt. Ich dachte schon Sie sind von der GEZ.
• Hab meine Ernährung umgestellt. Die Schokolade liegt jetzt ganz vorne im Kühlschrank.
• Hahaha, was ist das lustig heute! Ich komme überhaupt nicht mehr aus dem Keller raus.
• „Ich bin erst zufrieden, wenn auch du zufrieden bist.“ „Ich bin nicht zufrieden.“ „Blöder Depp, was verstehst du schon davon!?“
• „Sie sprechen schlecht hinter meinem Rücken?“ „Niemals! Ich würde es eher flüstern nennen. Ich dachte, Sie Depp bekommen es dann nicht mit.“
• Am Baum neben seinem Lieblingspub ließ sich Shakespeare von einem Mitzecher inspirieren, der “to pee or not to pee” vor sich hin lallte.
• „Nein, ich verrate dir meinen Geburtstag nicht. Nur so bin ich mir sicher, dass du nicht gratulierst und ich deswegen beleidigt sein kann.“
• Mein neuer Sommeranmachspruch „Mädel, lass uns zu mir gehen, ich hab nen Schatten“ ist komischerweise doch nicht so effektiv wie erhofft.
• Der Begriff „Hauptgewinn“ ist auch reiner Etikettenschwindel. Wenigstens einen Schrumpfkopf sollte man gewinnen können.

Sonntag, 29. Mai 2011

Hymne an mich selbst

Lasst mich loben, lasst mich preisen
Einen unsrer letzten Weisen;

Einen Helden, der an sich
Echt ein Gott ist – ich mein mich!

Ich bin edel, ich bin gut,
Unvergleichlich auch mein Mut.

Stets sich im Gespräch beweist,
Wie erhaben ist mein Geist.

Ständig sprüh ich vor Ideen,
Meinem Witz kann widerstehen

Wahrlich niemand; mein Esprit
Ist dafür die Garantie.

Ich bin unwahrscheinlich klug,
Nein: genial. Damit genug

Längst noch nicht, ich bin ein Beau,
Alle Frauen sehn das so.

Mein Gesicht ist höchst ästhetisch,
Meine Muskeln sind athletisch,

Jedermann mich drum beneidet,
Wie ich traumhaft bin gekleidet.

Angeboren mein Geschick
Für perfekten Stil, für Chic.

Meine Schritte sind geschmeidig,
Meine Stimme ist schön seidig.

Niemals fehlt der letzte Schliff
Meinem Auftritt, oder Pfiff.

Bin sensibel, voller Charme
Auch an Flair nicht grade arm,

Und natürlich jederzeit
Kultiviert und hilfsbereit.

War‘s das? Aber nein, mitnichten,
Einfach köstlich auch mein Dichten.

Jede Prosa ein Genuss,
Jedes Drama ist ein Muss.

Auch mein Komponiern besticht,
Jedes Werk ist ein Gedicht,

Mozart ist dagegen Dreck.
Übrigens ist hin und weg

Alle Welt von meinen Bildern.
Gerne tät ich sie euch schildern

Wärn sie nicht unsagbar toll;
Wirklich wahr, dochdoch, jawoll.

Auch in dieser Huldigung
Sei erwähnt mein großer Schwung,

Meine Frische, mein Elan
Ich bin spritzig und spontan.

Wie und wo ich auch agiere
Es ist klar: ich reüssiere.

Und der Worte kurzer Sinn:
Ich bin wirklich ein Gewinn

Für die Menschen dieser Welt.
Bin ich deshalb stolzgeschwellt?

Nicht doch, ich bin sehr bescheiden,
Wer Geschmack hat, mag mich leiden.

Niemand hat jedoch Geschmack –
Welch ein Pöbel, welch ein Pack!

Samstag, 28. Mai 2011

Das Handtuch

Es hängt ein Handtuch an der Wand,
Stets mürrisch, gibt es nie die Hand.

Es ist arg pampig von Natur;
Ich muss schon sagen: Stoffel pur.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Was kürzlich geschah

• Die für das Wochenende geplante WM im Kampfschweigen muss nach einem Gerichtsbeschluss abgesagt werden. Der Grund: unlauter Wettbewerb.
• „Der Text ist jetzt doch zu glatt geworden.“ „Ja?“ „Ja. Wahrscheinlich zu viele Vokaale.“
• Wenn man erst mal damit angefangen hat, die Menschheit zu verachten, ist das meistens ein Hass ohne Boden.
• „Ich finde, die Schuhmode sollte wieder mehr Biss haben!“ „Wie wär's denn mit Hai Heels?“
• Küchenhygiene war mir schon immer wichtig. Glasnudeln z. B. säubere ich vor dem Zubereiten immer sorgfältig mit Sidolin.
• Jetzt ist also wieder Krillzeit. Interessiert mich aber nicht. Bin ich ein Wal?
• „Fass dir lieber mal an die eigene Nase!“ „Igitt, ist ja ekelhaft, ich popel doch nicht in aller Öffentlichkeit!!!“
• Opernbegeisterte Studenten sind immer wieder enttäuscht, wenn in Ringvorlesungen kein Wagner gegeben wird.
• „Achtung, auf der A5 kommt Ihnen ein Falschfahrer entgegen!“ „Oh, das ist ja meine! Das klingt gefährlich. Besser, ich wende sofort.“
• Melancoli: die Traurigkeit darüber, dass letztlich alles für'n Arsch ist.
• Versuche mich jetzt als professioneller Kreuzworträtselrater und hoffe auf viel Lösegeld.
• Nur gut, dass ich keine Frau habe. So untervögelt, wie ich bin, wäre das Zusammenleben mit mir wahrscheinlich nicht zu ertragen.

Sonntag, 22. Mai 2011

Die Ballade von den Dosenbesetzern

Es fragen sich die Bohnen:
Wo sollen wir jetzt wohnen?

In unsren eignen Dosen,
Da hausen Aprikosen!

Die Bohnen sind total empört,
Weil sich sowas echt nicht gehört.

Den Aprikosen ist‘s egal,
Auch wenn ihr Tun höchst illegal.

Sie werden außerdem noch frech
Und motzen „Redet nicht so‘n Blech!“

Die Bohnen sind nicht sehr erbaut
Davon und werden gleichfalls laut.

Man streitet wild, mit sehr viel Phon,
Ein Nachbar greift zum Telefon.

Sofort eilt mit Elan herbei
Die alarmierte Polizei.

Doch im Gewühl sieht sie sehr schlecht,
Wer hier denn eigentlich im Recht,

Und nimmt den ganzen Haufen fest,
Da hilft kein wütender Protest.

Gelauert hat darauf der Mais,
Der jetzt auf Zehenspitzen leis'

In die verlassnen Dosen trabt,
Sich in den Speisekammern labt,

Den ganzen Vorrat schnell verputzt
Und dann das Telefon benutzt.

Er wählt aus Jux und Dollerei
Die Zeitansage von Hawaii.

Doch damit nicht genug, ganz keck
Verteilt er überall viel Dreck.

Der Mais ist völlig ungeniert,
Sich auch beim Schnaps nicht lange ziert.

So manches Maiskorn fühlt sich breit
Zu noch mehr Schandtaten bereit.

Jedwedem Anstand wird getrotzt
Und fies ins Wohnzimmer gekotzt.

Dann Sofas, Sessel ganz verschmitzt
Mit einem Messer aufgeschlitzt.

Das Porzellan wird elegant
Zertrümmert an der Dosenwand.

Und en passant, ganz nebenbei,
Schlägt man den Fernseher zu Brei.

Auch zeigt der Mais viel Lebensart
Und spielt auf einem Brueghel Dart.

Kurzum, man tut sich keinen Zwang
Und feiert voller Überschwang.

Dabei jedoch Korrektheit pflegt
Wie diese Szene schön belegt:

Ein Maiskorn, das nicht mehr so frisch
Legt müd die Füße auf den Tisch

Und kriegt nen Anschiss gleich verpasst
„Lass das, wir sind hier nur zu Gast!“

Derweil auf dem Revier wurd klar,
Wer nun der Übeltäter war.

Nachdem bezeugt vom Obstkompott
Dass an dem unlautren Komplott

Die Aprikosen schuldig sind.
Drum lässt die Polizei geschwind

Die festgenommnen Bohnen gehn.
Die fluchen über das Vergehn

Der dreisten Aprikosen laut,
Das ihnen diesen Tag versaut.

Daheim sind sie noch mehr entsetzt:
Die Dosen sind erneut besetzt!

Dienstag, 17. Mai 2011

Was kürzlich geschah

• „Warum ist der Kollege immer so munter? Wird der nie müde? Das irritiert mich.“ „Keine Angst, der hat nur einen Gähn-Defekt.“
• Vorsicht bei Kleptomanie! Das ist eine äußerst einsteckende Krankheit.
• … dann stellte der Märtyrer entsetzt fest, dass die 77 Jungfrauen hässliche alte Hutzelhexen waren, die natürlich nie jemand anrühren wollte. 
• Genervte Eltern klagen häufig über Teeniestuss.
• „Verdammte Scheiße, es kotzt mich an, dass ich keine verfickte Vulgärsprache kann.“
• Texte, die scheiße sind, werden arschiviert.
• „Wir haben leider eine schlechte Nachricht für Sie.“ „Eine? Hahaha! Ich krieg jeden Tag Dutzende, so einfach beeindrucken Sie mich nicht.“
• Das Finale der Weltmeisterschaft im Kampflächeln endet mit einem klaren Punktsieg von Ursula von der Leyen gegen den Dalai Lama.
• Der Buchhalter im Bordell: „Machen Sie mir für den GV bitte einen KV?“
• Auch der Papst geht mit der Zeit und macht jetzt vermehrt Rome-Office.
• Schafe, die ständig in Schlägereien verwickelt sind: Mähdrescher. 
• Seit ich aufgegeben habe, alles verstehen zu wollen, ist mir so manches viel klarer geworden.
• Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander. Wahnsinnig bin ich selbst, jetzt fehlt mir noch eine geniale Frau.
• „Schwester, der Patient ist tot.“ „Aber er hatte seine Bluttransfusion!“ „ Ja?“ „Mit Ersatzflüssigkeit wie in der Werbung. War das falsch?“
• 'Geteilte Räude ist doppelte Räude' dachte sich der Hund und versorgte seine Artgenossen großzügig mit Milben.
• „Klobalisierung find ich scheiße.“
• „Die Baumwolle von deinem Hemd ist besser gekämmt als du!“
• „Alles so schön rund hier!“ „Ey, kannste nicht meine Titten so betatschen wie alle anderen auch?“
• „Ich mache jetzt Ernst beim Umweltschutz und esse nur noch Grünkohl und Grüne Soße.“
• Me Phisto, you Fist.
• Neue Lieblingsbeschäftigung: Facebook nach Veranstaltungen durchsuchen und überall "nehme nicht teil" anklicken.
• Mir spuckt da seit langem eine Idee im Kopf rum. Sehr unappetitliche Sache.
• Landen Außerirdische in Nordskandinavien, spricht man von Lappalien.
• Warnblinkanlage 2011: „Ich weiß, dass ich falsch parke und den Verkehr zum Erliegen bringe, aber das ist mir sowas von scheißegal. “
• Freisprechanlagen im Auto sind ein Segen für mich. Ich kann wütende Selbstgespräche führen, und alle denken, ich würde lebhaft telefonieren.

Sonntag, 15. Mai 2011

Verzweiflung

Bitte bleib, verlass mich nie,
Krall dich fest mit Energie.

Alle andern sind vor langen
Zeiten schon von mir gegangen.

Daher fleh ich inniglich,
Lass du mich nicht auch im Stich.

Ohne dich wär mein Haupt bar –
Du bist doch mein letztes Haar.

Montag, 9. Mai 2011

Was kürzlich geschah

• Hilfreich gegen Lärm von draußen: Schallousien.
• Es ist zum Heulen: schon wieder Weintrauben mit Kernen gekauft. Wo bleibt die Kernschmelze, wenn man sie am dringendsten braucht?
• „Viel Feind, viel Ähr“ dachte sich der gierige Bauer, dann wunderte er sich über sabotierte Mähdrescher und niedergetrampelte Felder.
• „Ich hab mir nichts dabei gedacht …“ „Dacht ich mir schon.“
• „Tolle Küsten, wunderbare Strände!“ „Ja, da hat sich der Meeraufwand gelohnt.“
• „Wärter, wo zum Henker ist der Gefangene hin?!?“ „Der wird gerade hingerichtet.“
• „… oder besuchen Sie uns im Internet, wo wir Ihnen montags bis freitags von 9 bis 18.30 gerne zur Verfügung stehen.“
• „Horst, bringst du bitte noch die verbrauchten Brennelemente vor die Tür? Morgen ist Problemmüllabfuhr.“
• Tipp: Wenn man die Melodie von „Ja mir san mim Radl da“ nicht aus dem Ohr kriegt, einfach die „Lustigen Holzhackerbuam“ hören.
• Hab ei nd erl etztenZ eitg roßeP robleme,d ieL eerzeichenk orrekti nd enS atzz ui ntegrieren.M erktm ana bern ur,w ennm ane sweiß.
• Der Kindergarten hat mir eine völlig realistische Vorstellung vom Berufsleben vermittelt.
• Apathie, Lethargie und Phlegma in mir bekämpfen sich so energisch, dass ich nur noch tatenlos abwarten kann, wer gewinnt.

Mittwoch, 27. April 2011

Neue Bescheidenheit

„Horoskope sind doof. Meins hat mir für gestern einen sensationellen Tag versprochen, und was war?“
„Doof?“
„Ja.“
„Hm. Hat man dir also den ganzen Tag über bildlich gesprochen in die Eier getreten?“
„Na ja, das jetzt nicht direkt. Jedenfalls nicht den ganzen Tag.“
„Na also. Mehr kann man wirklich nicht erwarten.“

Dienstag, 19. April 2011

Was kürzlich geschah


• „Findest du, ich sehe alt aus?“ „Überhaupt nicht. Kinder halten einen jung!“ „Das sind nicht meine Kinder, das sind meine Eltern.“
• Wenn Fußböden zum Jammern neigen: „Das ist Mopping! Übelstes Mopping!“
• Apathie, Lethargie und Phlegma in mir bekämpfen sich so energisch, dass ich nur noch tatenlos abwarten kann, wer gewinnt.
• Der Kindergarten hat mir eine völlig realistische Vorstellung vom Berufsleben vermittelt.
• Hab ei nd erl etztenZ eitg roßeP robleme,d ieL eerzeichenk orrekti nd enS atzz ui ntegrieren.M erktm ana bern ur,w ennm ane sweiß.

Donnerstag, 14. April 2011

Protest

„Klar unterschreib ich den Protest! Protest ist immer gut! Worum geht es denn?“
„Gegen die Überfischung der Weltmeere.“
„Ach, toll!“
„Viele Arten drohen auszusterben, beispielsweise der Mittelmeer-Thunfisch.“
 „Ach was. So, fertig. Apropos, sagen Sie, wo gibt’s hier das billigste Sushi?“

Mittwoch, 13. April 2011

Was kürzlich geschah

• Immer wenn Produktmanager von zu steigernden Magdanteilen schwadronieren, macht irgendwo eine Werbefachkraft ein Bäuerchen.
• Huch, was bin ich alt geworden! Das nächste Mal warte ich nicht wieder 50 Jahre, bis ich in den Spiegel gucke.
• Langvirige Erkrankungen sollen ja viel hartnäckiger als kurzvirige sein.
• „Ich trinke jetzt aus politischen Gründen nur noch Grüntee, keinen Schwarztee mehr.“ „Elender Rassist!“
• „Guck mal, ein Menschenauflauf.“ „Interessiert mich nicht, ich bin Vegetarier.“
• „Die Situation ist mies, aber ich will mich nicht beschweren“ sagte der Selbstmörder und ging ohne Steine in den Taschen ins Wasser.
• Heuschnupfen ist nichts für mich. Ich bleibe dem Koks treu.
• Der Meinung, Lackritze sei lecker, kann ich mich nach ausführlichem Probieren nicht anschließen. Immerhin ist mein Auto jetzt sauber.
• „Wenn die Kinder erst mal aus dem Haus sind, werde ich viel auf Reisen gehen.“ „Wie alt sind denn deine Kinder?“ „Ich hab gar keine Kinder.“

Donnerstag, 7. April 2011

Planwirtschaft

Dank sorgfältigster, um nicht zu sagen minutiösester Koordinierung aller Baustellen ermöglicht es das Straßenverkehrsamt Frankfurt immer wieder, dass auch kleinere Straßenbauarbeiten selbst bei geringem Verkehrsaufkommen für maximale Behinderung sorgen.

Montag, 4. April 2011

Was kürzlich geschah

• Mit intensivem Starren habe ich noch jedes Telefon zum Schweigen gebracht. Spätestens nach dem zwanzigsten Klingeln.
• Ehrlich gesagt spucke ich den Passanten nur deshalb nicht aus dem 4. Stock auf den Kopf, weil meine Trefferquote frustrierend niedrig wäre.
• Tierfilme über das Liebesleben von Affen sind ein indiskreter Eingriff in die Primatsphäre.
• Das Lamm Etta scheint eine bedrohte Schafrasse zu sein; früher war da jedenfalls mehr von.
• Bin paranoid und schizophren zugleich – meine beiden Ichs fühlen sich vom jeweils anderen verfolgt.
• Wenn Frauen sich als warmherzig beschreiben, bin ich skeptisch – ich überzeuge mich da lieber gründlich per Handauflegen.

Donnerstag, 24. März 2011

Was kürzlich geschah

• „Leck mich am Arsch!“ „Was erlauben Sie sich?! Ich bin Germanistikprofessor!“ „Oh pardon! Also dann: Er kann mich im Arsche lecken!“
• Im Multiple-Noise-Test gut abgeschnitten. Kann gleichzeitig singen, klatschen, mit den Füßen trampeln und den Kopf gegen die Wand donnern.
• Das Leben ist kein Ponyschlecken. Gut so.
• Fremdschämen kann ich mich auch, wenn ich alte Arbeiten von mir durchgehe aus einer Zeit, als ich noch ein anderer Mensch war.
• Ein Schlaffdefizit kann man prima mit einem Schlafdefizit bekämpfen.
• „Sorry, keine Kappazitäten mehr frei.“ „Dieser Klugscheißer, selbst, wenn er überfordert ist, gibt er mit seinen Griechischkenntnissen an.“
• Eine echte Katze würde niemals ein Schnurrlostelefon kaufen.
• Verstehe die Faszination von Sacks & Ducks & Rock & Roll nicht. Rock & Roll, okay, aber was haben Säcke und Enten damit zu tun?
• Lieber, ein, Komma, zu, viel, als, ein, Komma, zu, wenig.
• Zwei-Klassen-Gesellschaft auch auf dem Spielplatz? Oder warum werden da Wipp-Kunden bedient?
• Und dann war da noch der Folterknecht, der sich wegen chronischer Tortfindungsstörungen arbeitsunfähig schreiben lassen musste.
• Erfolgreiche Boxer zeichnen sich durch ein großes Know-hau aus.

Freitag, 11. März 2011

Was kürzlich geschah

• „Kann es sein, dass du ein wenig zugelegt hast?“ „Klar! Ich hab einen Bauchsparvertrag abgeschlossen.“
• „Pardon, bin ich hier richtig?“ „Kommt drauf an, wo Sie hinwollen.“ „Das weiß ich selbst nicht so genau.“ „Dann sind Sie hier richtig.“
• Sieben von zehn Befragten geben zu, öfters mal zu flüstern. Die Munkelziffer liegt aber wahrscheinlich deutlich höher.
• Wäre ich eine Sau, man müsste mich durchs Dorf tragen.
• Doch, ich würde mich als äußerst zuvorkommend bezeichnen. Keiner drängelt sich so energisch vor wie ich.
• „Chef, die Pellkartoffeln sind schimmlig!“ „Egal, verkaufen wir sie einfach als Pelzkartoffeln, sind doch eh alles Legastheniker hier.“
• Wollte mich für die Hochbegabtengruppe anmelden. Lausige Rechtschreibung hat dafür gesorgt, dass ich jetzt in der Hochbetagtengruppe bin.

Montag, 28. Februar 2011

Was kürzlich geschah

• „Liegen Sie bequem? „Ja, prima.“ „Und der Kopf?“ „Danke, alles bestens.“ „Noch ein Wunsch?“ „Achten Sie darauf, dass das Beil scharf ist.“
• „Gesteh endlich, Schuft. Steh wenigstens zu deiner Tat!“ „Okay, ich war’s.“ „Du gibst es also auch noch zu, das wird ja immer dreister!“
• Bäcker, die was von Werbung verstehen, schwärmen in ihrer Imagebroschüre von ihrem großen Brotfolio.
• Habe meinen fliegenden Teppich getunt. Erinnert jetzt mehr an eine Heizdecke.
• Bin vorbildlich multitaskingfähig: ich kann mehreren Jobs gleichzeitig aus dem Weg gehen.
• „Und, was machst du so?“ „Ich studiere Schadenfreude.“ „Ach, toll. Und welchen Abschluss hat man da?“ „Ätschelor.“
• „Bist du auch bei Faecesbook?“ „Ne, find ich scheiße.“