Samstag, 27. April 2019

Neulich auf dem Arbeitsamt

„Und an welche Art von Arbeit haben Sie gedacht?“

„Völlig egal, aber auf gar keinen Fall was mit Menschen.“

„Schade, ich hätte hier sonst einen Job als Auftragskiller gehabt.“

„Doch, das ginge natürlich.“

Montag, 15. April 2019

März-Miszellen

• „Ich bin ein sehr feindsinniger Mensch.“ „Du meinst feinsinnig?“ „Nein.“
• „Sind diese Kondome maßgeschneidert?“ „Nein, von der Stange.“
• „Kommst du noch mit hoch, dir meine kleinen Tiere anzusehen?“ „Aww, ich liebe kleine Tiere! Sind es Hamster? Hasen? Meerschweinchen?“ „Filzläuse.“
• „Diese Leuchte hat mich schon wieder beklaut!“ „Das ist ja auch eine Stehllampe.“
• „Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich Resi nennen, Frau Gnatz-John?“
• „Schau mal, gelber Niederschlag.“ „Ja, das ist Pieselregen.“

Sonntag, 24. März 2019

Rotwild-Trilogie

1
Ich gründe ein Reisebüro für Rotwild und nenne es „Rehtouren“.

2
Ich gründe eine Geburtsklinik für Rotwild und nenne sie „Rehnaissance“.

3
Ich erfinde ein Verhütungsmittel für Rotwild und nenne es „Bambinie“.

Sonntag, 10. März 2019

Februar-Miszellen

• „Als was gehst du an Karneval?“ „Als Hexe.“ „Ach, du willst dich gar nicht verkleiden?“
• „Da sitzt ein Hund in unserem Briefkasten und bellt.“ „Wird wohl eine Postwuffsendung sein.“
• Überall blaue Flecken haben, weil man ständig an seine Grenzen stößt.
• „Die Dessous, die du mir geschenkt hast, verursachen Jucken und Ausschlag.“ „Du wolltest doch unbedingt Reizwäsche haben.“
• „Und was machen Sie beruflich?“ „Sarg ich nicht.“ „Vielleicht Bestatter?“ „Stimmt! Wie haben Sie das erraten?“

Sonntag, 17. Februar 2019

Gespräche

„Wie macht die Katze?“ „Miau!“
„Wie macht der Hund?“ „Miau!“
„Wie macht die Kuh?“ „Miau!“
„Wie macht das Schaf?“ „Miau!“
„Wie macht das Pferd?“ „Miau!“

Gespräche mit Katzen sind manchmal unbefriedigend.

Sonntag, 10. Februar 2019

Januar-Miszellen

• „Hier, die Blumen habe ich extra für dich gepflückt.“ „Dankeschön! Zufälligerweise hab ich die gleichen im Garten.“ „Hattest du.“
• „Ich habe nicht jedes Wort verstanden, aber ich fand Ihre leidenschaftliche Rede extrem mitreißend!“ „Das war ein Hustenanfall.“
• „Du bist wunderschön. Als Edelnutte könntest du ein Vermögen verdienen!“ Meine Flirtversuche sind beherzt, aber nur wenig erfolgreich.
• Man merkt immer sofort, wenn ich in der Wohnung saubergemacht habe. Der Dreck ist dann viel gleichmäßiger verteilt.

Sonntag, 13. Januar 2019

Dezember-Miszellen

• „Guten Tag, wir möchten mit Ihnen über Gott reden.“ „Oh nein, was hat er denn jetzt schon wieder angestellt?“
• „Wo hast du deine Stubentiger her?“ „Die habe ich im Katzino gewonnen.“
• Sich mit Buchstabennudeln eine Binsensuppe machen.
• „Deine Wimperntusche sieht spacig aus.“ „Das ist ja auch Marscara.“
• Kann ich die Zukunft von damals noch mal sehen?

Donnerstag, 6. Dezember 2018

November-Miszellen

• Es ist völlig egal, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist, wenn eine tote Fliege darin schwimmt.
• „Dieses Eichenbrett treibt ständig Schabernack.“ „Das ist ja auch ein Streichholz.“
• „Geh weg, du stinkst nach Fisch!“ „Lass mich dein Wels in der Brandung sein!“
• „Hör mal, die Hirsche röhren die Internationale.“ „Das ist ja auch Rotwild.“
• Ich habe gekocht. Es gibt gedämpfte Erwartungen.
• Andere werden flachgelegt. Ich bin einfach nur platt.
• „Zu mir oder zu dir?“ „Weißt du, wie man einen Staubsauger bedient?“ „Ja, natürlich.“ „Dann zu mir.“
• „In diesem Unternehmen riecht es nach Schafskäse.“ „Das ist ja auch ein Fetablissement.“
• „Dieser Tee schmeckt nach abgestorbener Haut.“ „Das ist ja auch ein Darpeeling.“

Dienstag, 13. November 2018

Oktober-Miszellen

• „Diese Steinfrüchte schmecken nach Urin.“ „Das sind ja auch Pisstazien.“
• „Dieses Bild nörgelt und quengelt ununterbrochen.“ „Das ist ja auch ein Nölgemälde.“
• „Dieses niedliche kleine Pelztier mäht wie ein Schaf.“ „Das ist ja auch ein Lamming.“
• Der Verkäufer im Möbelgeschäft wollte mir einen Ohrensessel aufschwätzen, aber wer will schon in seiner Wohnung abgehört werden?
• Wenn man den Ruhmservice anruft und trotzdem unbekannt bleibt.
• „Möchtest du nicht doch mal Mama werden?“ „Nein, mir fehlt die Muttivation.“
• „Auf einer Skala von Nacktmull bis Blobfisch, wie sehr mögen Sie niedliche Tiere?“
• „Auf einer Skala von null bis tausend Billionen, wie sehr neigen Sie zu Übertreibungen?“
• „Warum hast du deine Tasche bemalt?“ „Das ist Beutelkunst.“
• „Das Schaf benimmt sich merkwürdig.“ „Vermutlich hat es wieder vergessen, seine Mähdikamente einzunehmen.“
• „Die Chipstüte hat beim Kartenspielen betrogen.“ „Typisch Mogelpackung.“
• „Diese antike Ruine ist sehr streitsüchtig.“ „Das ist ja auch die Aggropolis.“

Samstag, 6. Oktober 2018

Hochlandrinder

In meinem Taunusdorf lebt eine kleine Herde Schottische Hochlandrinder. Die kleine Herde besteht aus drei Exemplaren, vielleicht sollte man also von einer sehr kleinen Herde reden. Ich besuche die sehr kleine Herde regelmäßig und plaudere ein wenig mit den Hochlandrindern, wenn sie in Sprechweite am Zaun stehen oder liegen. Das ist immer sehr nett. Meistens stehen oder liegen zwei der Tiere zusammen und eins steht oder liegt etwas weiter weg. Dabei stehen oder liegen nicht immer die gleichen Tiere zusammen, wie man den Nummern der Ohrmarken entnehmen kann. Vielleicht tauschen die Rinder aber auch die Ohrmarken untereinander, um mich zu leimen. Ich kann mir das nicht vorstellen, aber es gibt ja viele Dinge, die unsere Vorstellungskraft überschreiten. Gestern war ich mal wieder zu Besuch und habe Hochlandrind 11252 am Zaun angetroffen. Ich soll Sie alle sehr herzlich grüßen.








Mittwoch, 3. Oktober 2018

September-Miszellen

• „Diese Ziffer da hat Kautabak im Mund.“ „Das ist ja auch eine Priemzahl.“
• „Herr Ober, der Wein schmeckt nach Penis.“ „Das ist ja auch ein Phallpolicella.“
• „Isst du das noch?“ „Das ist ein gestrandeter Blauwal!“ „Ja oder nein?“
• „Dieser gutaussehende Raubfisch macht immer viel Aufhebens um sich.“ „Typisch Beau Hai.“
• „Diese Fleischbällchen schmecken scheiße.“ „Das ist ja auch Kotbullar.“
• „Diese Behandlung hat mir überhaupt nicht gutgetan.“ „Das war ja auch eine Fies!-Iiiih!-Orrr!-Therapie.“
• „Dieses Maschinenwesen ist sehr grob.“ „Das ist ja auch ein Rohboter.“
• Die Weisheit mit Messer und Gabel verspeisen, weil man sich für etwas Besseres hält.
• „Das Weiße Haus sieht wirklich sehr sauber aus.“ „Es steht ja auch in Waschington.“
• „Dieses Obst fühlt sich im Mund komisch an.“ „Das ist ja auch eine Kreppfruit.“
• „Dieses Blatt ist sehr langsam.“ „Das ist ja auch lahminiert.“
• „Dieses Blatt sieht aus wie ein Schaf.“ „Das ist ja auch lamminiert.“

Montag, 3. September 2018

August-Miszellen

• „Dieses kleine Schwein beobachtet mich.“ „Das ist ja auch ein Spannferkel.“
• „Und Sie sind sich wirklich ganz sicher, dass Sie Ihren Sohn Bernhard nennen wollen, Herr Diener?“
• „Folgen Sie diesem Schiff!“ (Woher der Begriff 'Verfolgungsyacht' kommt)
• „Oh, das Metall da übergibt sich.“ „Das ist ja auch ein Brecheisen.“
• „Ich wäre gern mal eine Legende.“ „Jedes Huhn ist eine Legende.“
• Wenn man gemeinsam zum Lachen in den Keller geht, ist das gleich viel lustiger.

Sonntag, 5. August 2018

Juli-Miszellen

• „Eine Grünalge, eine Rotalge und eine Braunalge kommen in eine Bar.“ „Hä? Was soll das werden?“ „Algenhumor.“
• „Pardon, bin ich hier richtig beim Jahrestreffen der Soziophoben Misanthropen?“ „Aber ja, schön, dass du da bist, es sind schon ganz viele Mitglieder da. The more the merrier!“
• Mit niemandem mehr kommunizieren, um die Gefahr von Missverständnissen zu verringern.
• „Pardon, bin ich hier richtig zum Vortrag 'Trotz Schüchternheit erfolgreich vor großem Publikum sprechen'?“ „Ja, aber der Referent traut sich nicht ans Rednerpult.“
• Zum Schlumpf umschulen und sofort blaumachen.
• Sich zum Horst machen und eine Adlerfamilie einziehen lassen.
• „Ich bin schneller als der Schal.“ „Du meinst Schall?“ „Nein.“
• „Dein Hut klingt wie ein Schwarm Bienen.“ „Das ist ja auch ein Summbrero.“

Samstag, 7. Juli 2018

Juni-Miszellen

• Sich für seine Selbstzweifel schämen, weil andere bestimmt die besseren Selbstzweifel haben.
• „Meine Kühe verwenden ein Desodorant.“ „Das glaube ich nicht ohne Viehdeobeweis.“
• „Ich sehe immer das Gute im Menschen“ sagte der Arzt und empfahl allen den Organspendeausweis.
• „Liebe Mitarbeiter, wir haben jetzt einen Briefkasten aufgehängt, in den Sie anonym Ihre Beschwerden und Verbesserungsvorschläge einwerfen können. Sie finden ihn genau gegenüber von der neuen Überwachungskamera.“
• „Veranstaltet ihr in eurer Firma noch den jährlichen Marathon-Wettbewerb?“ „Nein, der hatte sich irgendwann totgelaufen.“

Sonntag, 10. Juni 2018

Mai-Miszellen

• „Hinterher ist man immer klüger.“ „Tatsächlich? Hätte ich das mal vorher gewusst.“
• „Hättest du dir nicht wenigstens eine etwas glaubwürdigere Ausrede überlegen können?“ „Dafür hatte ich keine Zeit, ich musste meine Katze von der Fahrschule abholen.“
• Gourmet-Tipp: Sandkuchen schmeckt viel maritimer, wenn Sie ihn mit ganzen Muscheln backen.
• „Miese Qualität. Ich will mein Geld zurück!“ „Das war kostenlos, Sie haben überhaupt nichts bezahlt.“ „Natürlich nicht. Das wäre ja noch schöner!“
• Ich eröffne einen Streichelzoo und stelle überall „Nur gucken, nicht anfassen!“-Schilder auf.
• Karrieretipp: Wenn man im Büro eine Schlafbrille aufsetzt, fällt es nicht auf, wenn man die Augen wegen eines Nickerchens geschlossen hat.
• Wenn Ihre Katze Sie als Zeichen der Sympathie ableckt, ist es grob unhöflich, diese nette Geste nicht in gleicher Form zu erwidern.

Samstag, 26. Mai 2018

Woran man erkennt …

… dass der sowieso schon schratige Nachbar mittlerweile endgültig den Verstand verloren hat:

Samstag, 5. Mai 2018

Kontoverse vs. Kontroverse

Kontoverse:
Ist das Konto völlig leer,
Hat man es im Leben schwer.
Ist das Konto aber voll,
Findet man das supertoll.

Kontroverse:
„Was für ein geistreiches Gedicht.“
„Oh nein, ich fand es ziemlich schlicht.“

Dienstag, 1. Mai 2018

April-Miszellen

• „Mir sitzt der Schreck im Glied.“ „Du meinst in den Gliedern.“ „Nein.“
• Wenn die Sozialkontakte so ausgedünnt sind, dass nur noch Alexa, Siri und das Navi mit einem reden.
• „So, bitte mal den Oberkörper freimachen.“ „Moment, ich bin die Ärztin, der Patient sind Sie.“ „Ja, aber Sie haben die schöneren Brüste.“
• „Bub, kann es sein, dass dir dein Kindersitz mittlerweile zu klein ist?“ „Mutter, ich bin 47!“ „Ist ja gut! Wir kaufen dir einen größeren.“
• „Stammen deine beiden Haustiere aus einem Wurf?“ „Ich habe einen Hund und ein Meerschweinchen.“ „Ja oder nein?“

Sonntag, 29. April 2018

Optische Täuschung

Wer hätte gedacht, dass der bekannte Pilsumer Leuchtturm einen Durchmesser von über 100 Metern hat? Kein Schiet! Auch hier zeigt sich mal wieder, dass Streifen schlank machen.

Samstag, 28. April 2018

Lifelong learning

Spargel hatte ich mir immer ganz anders vorgestellt. Und das Wort „frischeischer“ kannte ich auch noch nicht. Man lernt eben nie aus.

Freitag, 27. April 2018

Brumm, brumm

Manchmal muss der Mensch einen Tritt in den Hintern bekommen, weil er ihn sonst nicht hochbekommt. Bei mir erfolgte der Tritt in Form einer Eintrittskarte zum Jim Clark Revival am Hockenheimring, die mir Frau Tigermaus8 zum Geburtstag geschenkt hatte – noch mal vielen Dank dafür!

Das Jim Clark Revival kannte ich noch nicht, aber ich hatte es schon lange auf dem Radar. Wie das halt so ist, man nimmt sich was vor und findet dann doch immer eine faulheitsmaskierende Ausrede, es nicht zu tun. Eine überzeugende Ausrede wäre mir natürlich auch in diesem Jahr eingefallen, aber eine Karte verfallen lassen … das geht dann doch nicht. Daher verließ ich also an einem Samstag im April noch vor dem Aufstehen nicht nur mein Bett, sondern sogar meine Wohnung, um nach Hockenheim zu fahren.

Die heroische Selbstüberwindung hat sich definitiv gelohnt. Wenn man so wie ich historischen Motorsport liebt, fühlt man sich beim Jim Clark Revival wie ein Kind im Süßigkeitenladen, wie ein neugeborenes Lamm auf der Frühlingswiese. Überall wird geschraubt und montiert und poliert, dass es eine rechte Freude ist. Die Luft ist gesättigt mit erlesenen Motorengeräuschen sowie dem Odeur von verbranntem Benzin, Öl und Gummi. (Okay, das Bild mit der Frühlingswiese ist vielleicht eine Idee daneben.) Man kommt fast überall hin, ins Fahrerlager, in die Boxen, in die Boxengasse, kein Zelt ist völlig versperrt. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hingehen und hinsehen soll. Klickklickklick macht die fleißige Kamera im Handy, oder sie würde es machen, wenn ich das Geräusch nicht längst ausgeschaltet hätte. Es ist einfach herzerwärmend, die vielen Rennwagen zu bestaunen und sich auf eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte zu begeben. (Nennen Sie mich ruhig einen alten Sack, der früheren Zeiten hinterhertrauert, aber damals sahen die Rennwagen einfach besser aus. Isso. Darüber müssen Sie keine Diskussion mit mir anfangen.)

Wenn man die Autos genug aus der Nähe bewundert hat, kann man sich auf eine der Tribünen begeben und die Rennen bzw. Demonstrationsfahrten verfolgen. Ja, mit den wertvollen Stücken, die man eben noch in zerlegtem Zustand fotografiert hat, werden richtige Rennen gefahren. Natürlich nicht ganz so kompromisslos wie bei einem „normalen“ Rennen, aber es geht ordentlich zur Sache. Nicht jedes Fahrzeug übersteht die Rennen ohne zerkratzten Lack oder verbeultes Blech. Von Ausfällen durch technische Defekte ganz zu schweigen. Die Autos sind nun mal nicht mehr die allerjüngsten.

Wie schneidet das Jim Clark Revival im Vergleich zum AvD-Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring ab? Einige der Rennen gibt es bei beiden Events, viele der Autos waren alte Bekannte. Insgesamt ist das Revival die deutlich kleinere Veranstaltung, und am Nürburgring sind einige Programmpunkte wie die FIA Masters Historic Formula One Championship zweifellos spektakulärer. Seit seinen Anfängen ist der Oldtimer-GP immer populärer und in jeder Hinsicht größer geworden, aber genau das ist für mich der klare Vorteil des Jim Clark Revival: deutlich weniger Zuschauer, keine übertriebene Kommerzialisierung, keine aufdringliche Megaselbstdarstellung der diversen Automarken, es ist alles viel entspannter, man kann sogar kostenlos parken. Und am Hockenheimring ist das Wetter traditionell deutlich besser als am Nürburgring. Gut, dass ich mich nicht für eine der beiden Veranstaltungen entscheiden muss. Die Entscheidung bei der Bildauswahl war schon schwierig genug:











Donnerstag, 26. April 2018

Herr Ober!

„Zweimal die überbackene Entengrütze, bitte. Aber wischen Sie vorher den Stuhl vom Tisch!“

Sonntag, 15. April 2018

Ein Vorstellungsgespräch jagt das andere

„Und wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“
„Im Gefängnis. Bisher wurde ich immer erwischt, wenn ich meinen Arbeitgeber bestohlen habe.“

„Und haben Sie Hobbys?“
„Ich bin Naturbeobachter.“
„In Ihrem polizeilichen Führungszeugnis steht, dass Sie ein Spanner sind.“
„Beobachter der menschlichen Natur.“
„Wir melden uns.“
„Könnte das Ihre Sekretärin mit dem Po-Tattoo machen, mit der Sie ständig Ihre Frau betrügen?“

„Und was machen Sie am liebsten?“
„Schlafen.“
„Ich meinte im Beruf.“
„Büroschlaf.“
„Wir melden uns.“
„Bitte seien Sie dabei leise, damit ich nicht aufwache.“

„Und was ist Ihre größte Stärke?“
„Ich bin extrem begeisterungsfähig.“
„Gratuliere, Sie haben den Job!“
„Aha.“

Dienstag, 3. April 2018

Danke, es reicht!

Filme, die nicht mehr gedreht werden müssen, weil es schon viel zu viele ihrer Art gibt, von miserabel bis hervorragend, und das jeweilige Strickmuster in allen erdenklichen Facetten von allen erdenklichen Seiten beleuchtet und analysiert und damit totgeritten und durch und durch durch ist:

1) Der Protagonist kommt nach langer Abwesenheit in den Ort seiner Jugend zurück und wird mit einem von allen Bewohnern ängstlich verschwiegenen, gern auch ins Mysteriöse lappenden und vor allem gefährlichen Geheimnis konfrontiert, aber er fährt nicht einfach wieder nach Hause und vergisst die Angelegenheit, sondern kämpft furchtlos gegen alle Widerstände, bis das Rätsel gelöst ist und er in den Sonnenuntergang fahren kann.

2) Vertreter mehrerer Kulturen treffen aufeinander, man missversteht sich zuverlässig, es kommt zum gründlichen Streit, alles spricht für einen weiteren Weltkrieg, aber irgendwie findet man dann doch zueinander, bevorzugt durch pfiffige Kinder oder aufgeweckte Jugendliche, die selbstredend keine Vorurteile haben, und am Ende haben sich alle unglaublich lieb, lernen sogar noch voneinander und der Weltfrieden bricht aus.

3) Die Kommissarin oder der Kommissar ist höchstpersönlich in den zu lösenden Fall verstrickt, weil sie oder er den Bösewicht aus der Vergangenheit kennt, mit dem Opfer verwandt ist, sich in Verdächtige verliebt, der Nachwuchs bedroht wird, völlig egal, und in der echten Welt würde man den Fall wegen Befangenheit unverzüglich an die Kollegen weitergeben, aber dafür ist diese Art von Drehbuch leider viel zu beliebt.

4) Die Kommissarin oder der Kommissar schleppt eine schrecklich belastende Geschichte aus der Vergangenheit durchs Leben und damit im schlimmsten Fall durch eine sich quälend lang dahinziehende Krimiserie, vielleicht wurde der Partner ermordet oder die Kinder oder ein Haustier oder alle zugleich oder wasauchimmer, und das ist Grund genug, immer bemüht merkwürdig aufzutreten.

5a) Zwei oder drei Paare treffen sich, alles beginnt extrem harmonisch, man muss an die Fallhöhe denken, dann aber kommt es zu Streitereien und Eifersüchteleien, sowohl innerhalb der Paare als auch der Gruppe, es eskaliert, und zum Schluss ist mindestens ein Paar kein Paar mehr, manchmal liegt sogar jemand im Affekt erschlagen in der Ecke oder im Garten.

5b) Diverse Einzelpersonen, die sich aus der Kindheit oder Jugend kennen, sehen sich nach langer Zeit wieder, beispielsweise bei der Beerdigung eines gemeinsamen Freundes, reden bei viel Alkohol über ihr bisheriges Leben, belügen sich selbst oder die anderen oder sowohl als auch und als Fazit bleibt, dass alle irgendwie im Leben gescheitert sind oder wenigstens mit dem Leben nicht klarkommen.

5c) Eine Familie kommt zu einem besonderen Ereignis zusammen, sei es Weihnachten, sei es der Geburtstag des Familienpatriarchen, schnell brechen diverse ungelöste Konflikte durch oder es werden gelöste exhumiert, wer wurde als Kind schlechter behandelt als die Geschwister, wer hat wen hintergangen, welche Untat des schwarzen Schafes wurde immer verschwiegen und so weiter und so fort, und am Ende ist die Familie zerstrittener denn je.

Sonntag, 1. April 2018

März-Miszellen

• Ideologien und Dogmen erreichen Stellen, da kommt selbst der schärfste Verstand nicht hin.
• „Wenn Sie mir in allen Punkten zustimmen, können wir uns sicherlich einigen.“
• „Mein Leben ist eine Sackgasse.“ „Dreh doch einfach um und geh einen neuen Weg.“ „Geht nicht. Ist auch eine Einbahnstraße.“
• „Ein Apache, ein Cheyenne und ein Sioux betreten eine Bar. Der Apache bestellt ein Bier. Der Cheyenne bestellt ein Bier. Der Sioux bestellt ein Bier.“ „Und? Was ist die Pointe?“ „Es gibt keine. Ein Indianer kennt keinen Scherz.“
• „Siri, starte eine Petition gegen den Überwachungsstaat!“

Freitag, 23. März 2018

Alexander und Harald

Alexander

Es ist schon lange her. Aber ich kann mich noch gut daran erinnern, wann und wo ich den Obdachlosen das erste Mal gesehen habe. Es war der Frühling vor sieben Jahren. Ich kann mich noch so gut erinnern, weil er nach allem aussah, aber nicht nach einem Obdachlosen. Hochwertiger Anzug, vielleicht nicht mehr ganz neu, aber sehr gut gepflegt. Saubere Schuhe, sogar Krawatte. Sorgfältig rasiert war er auch. Er hatte zwei große Koffer neben sich stehen. Die sahen mehr nach teuren Reisen in ferne Länder aus als nach Obdachlosigkeit. Aber er stand nun mal ganz am Rand der großen Fußgängerzone, in der ich meistens in meiner Mittagspause spazierengehe. Er stand zwischen zwei Geschäften und verkaufte die lokale Obdachlosenzeitung. Das eine Geschäft war ein Laden, der sich auf Bürsten spezialisiert hat. Ich liebe solche Fachgeschäfte, die ein schmales, dafür aber sehr tiefes Angebot haben. Allerdings habe ich da nur sehr selten was gekauft. So viele Bürsten braucht man nicht. Das andere Geschäft war einer dieser Ein-Euro-Läden. In die gehe ich ab und zu mal rein, aber mehr zur Belustigung, denn eigentlich mag ich sie nicht so besonders. Da kaufe ich quasi nie was. In diesem bestimmten Laden war ich allerdings eine Zeitlang häufiger, wenn auch nur, um mit einer der Verkäuferinnen zu flirten. Ich habe es zumindest versucht. Obwohl sie wohl nicht uninteressiert war, ist dann doch nichts aus uns geworden.

Bettlern gebe ich nie was. Ich bin der Meinung, dass man für sein Geld auch was tun sollte. Unterstützung ja, wenn das Geld nicht reicht, ausschließlich Betteln nein. Aber die Verkäufer von Obdachlosenzeitungen betteln nicht, sondern arbeiten für ihr Geld. Und sie belästigen einen nicht mit musikalischen Aktivitäten. Denen kann man in den Innenstädten heute kaum noch entkommen. Da gebe ich auch nichts, würde zur Strafe am liebsten noch Geld aus dem Hut klauen. Schmerzensgeld, wenn Sie so wollen. Aber von der Obdachlosenzeitung kaufe ich in großzügigen Zeiten auch mal zwei oder drei Exemplare der gleichen Ausgabe. Natürlich jeweils von anderen Verkäufern. Die überzähligen Exemplare verschenke ich dann oder gebe sie zuhause ungelesen ins Altpapier. Niemals würde ich den Verkäufern das Geld für die Zeitung geben, ohne die Zeitung mitzunehmen. Das ist entwürdigend und gehört sich nicht.

Ich kaufte also irgendwann meine erste Zeitung bei ihm. Außer dem höflichen hallo danke bitte und dem heutzutage wohl unvermeidlichen schöntachnoch dankeihnauch wechselten wir an diesem Tag keine Wörter. Warum auch? Das änderte sich im Laufe der Zeit, wenn auch nur langsam und in begrenztem Rahmen. Ich kam fast jeden Tag an den beiden Läden vorbei und wurde so etwas wie ein Stammkunde. Ich traf ihn nur an diesem Platz, nie anderswo. Auch er erkannte mich irgendwann wieder. Es kam sogar vor, dass ich eine Ausgabe kaufen wollte, die ich schon hatte, und er mich darauf aufmerksam machte. Ich dankte ihm und verabschiedete mich. Das war es dann an Kommunikation.

Irgendwann war ich dann allerdings doch neugierig. Ich weiß auch nicht mehr, warum, aber ich fragte ihn nach seinem Namen. Der sei Alexander, informierte er mich, seinen Nachnamen habe ich nie erfahren. Ich habe auch nicht insistiert. So aufdringlich bin ich dann doch nicht. Er hat mich auch nicht nach meinem Namen gefragt. Dass ich Harald heiße, habe ich ihm unaufgefordert mitgeteilt, ebenfalls ohne Nachname.

Obwohl ich nicht zu übertriebener und voreiliger Vertraulichkeit neige, wurde ich peu à peu inquisitorischer. Er hat mich wohl fasziniert, weil er so gar nicht dem Klischee des Obdachlosen entsprach. Ich entriss ihm die eine oder andere Information über sein Leben und wie er in seine Situation als Verkäufer der Obdachlosenzeitung am Rand einer Fußgängerzone geraten war. Er war zögerlich, erzählte dann aber scheibchenweise seine Geschichte. Es war die Story von einem guten Leben, das plötzlich aus den Fugen geriet und immer schneller erodierte. Eigene Firma, aufgebaut mit Schulden, zuerst nicht ohne Erfolg; keine Reichtümer, die er hätte anhäufen und verstecken können, aber ordentlicher Verdienst. Dann jedoch Wirtschaftskrise, einige unkluge Entscheidungen, Kunden mit fragwürdiger Zahlungsmoral, Konkurs, Verlust des Hauses, Scheitern der Ehe, Rückzug der meisten Freunde, vielleicht auch aus Stolz Rückzug von den Freunden, wer weiß das schon, wachsende Verbitterung, nicht ganz unverschuldeter Ärger mit den Ämtern, Obdachlosigkeit. Mit etwas Pech kann eine solche Abwärtsspirale wohl fast jeden treffen. Alkohol hat bei ihm keine Rolle gespielt; er hat jedenfalls nie davon gesprochen. Ich habe ihn auch immer nur nüchtern erlebt.

Aus seiner Zeit als gutverdienender Unternehmer hatte er nur sein Outfit, diverse Bücher und die Koffer in die Obdachlosigkeit gerettet. Die restliche Habe war verkauft oder sonstwie verloren; auf der Straße hat man keinen Platz für große Besitztümer. Das gute Outfit blieb wenig überraschend nicht lange gut. Ein Leben auf der Straße und in Obdachlosenunterkünften ist kaum dafür geeignet, die Kleidung zu schonen. Immer hartnäckiger hielten sich die Verschmutzungen, die er anfangs noch irgendwie im Griff hatte; auch war seine Kleidung immer mehr beschädigt. Anfangs konnte man noch Bemühungen sehen, die Risse zu flicken, danach dann nicht mehr. Irgendwann hatte er seine Anzughose durch eine Jeans ersetzt. Für den Zweck sicherlich praktischer als die Anzughose. Die Krawatte aber blieb, das war der Selbstachtung geschuldet. Von den zwei Koffern war irgendwann nur einer übrig. Vermutlich wurde ihm der andere gestohlen. Es gibt sicherlich nur wenig Solidarität unter Obdachlosen.

Eines Tages stand er nicht mehr an der gewohnten Stelle. Vermutlich stand er auch schon vor diesem Tag nicht mehr da, und es war mir einfach nicht aufgefallen. Es ist nicht so, dass sich der Obdachlose zu einer Obsession entwickelt hatte. Zuerst habe ich mir nichts dabei gedacht. Jeder ist mal nicht an seinem Platz, auch ein Obdachloser. Vielleicht war er sogar verreist, irgendwelche Verwandten oder Freunde, von denen ich keine Ahnung hatte. Natürlich wusste ich trotz aller Infos kaum etwas über ihn. Als ich mir dann nach einiger Zeit doch Gedanken über seinen Verbleib gemacht hatte, betrat ich das Bürstengeschäft. Es war mir nicht entgangen, dass der Besitzer des Geschäfts dem Obdachlosen immer mal wieder eine Tasse Kaffee rausgereicht hatte. Vielleicht konnte der was sagen.

Der Bürstenladenbesitzer konnte was sagen. Alexander war tot. Er hatte das von einem Stammkunden gehört; woher der das wusste, vermochte er mir nicht zu sagen. Es war wohl ein Herzinfarkt, aber auch diese Information war nicht sicher. Spielt ja auch alles keine Rolle. Wir waren nicht befreundet, das anzunehmen wäre anmaßend nach den insgesamt recht oberflächlichen Begegnungen. Aber ich war dennoch traurig. Jedes Mal, wenn ich am Standort des Obdachlosen, der früher ein Unternehmer war, vorbeikam, musste ich an ihn denken. Das wurde mir bald zuviel und ich änderte meine Mittagspausen-Route. Die Fußgängerzone ist groß. Da geht das. Seitdem sind bereits viele Monate vergangen. Vergessen werde ich ihn nicht. Irgendwie fehlt er mir.


Harald

Es ist zwar schon lange her, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, wann und wo ich den Flaneur das erste Mal gesehen habe. Wo ist eh keine Frage, weil ich fast immer am gleichen Ort stehe und die Obdachlosenzeitung verkaufe, und zwar zwischen einem Bürstengeschäft und einem Ein-Euro-Laden. Reiner Zufall, dass ich da gelandet bin, aber der Platz war nicht schlecht für meinen Umsatz. Liegt vielleicht auch an der Nähe zum Bahnhof. Beim wann bin ich mir nicht ganz so sicher. Vor sieben Jahren, irgendwann im Frühling oder Sommer. Er fiel mir auf, weil er mich von Beginn an sehr neugierig beäugte. Nicht skeptisch oder herablassend, es wirkte wirklich neugierig, als würde ich ihm jede Menge Futter für seine Phantasie liefern.

Er gehörte dann zu meinen ersten Stammkunden. Manchmal hatte ich den Eindruck, er wollte noch etwas sagen, aber er nahm dann doch nur seine Zeitung und wir tauschten lediglich die üblichen Höflichkeitsfloskeln aus. Obwohl, so üblich sind die nun auch wieder nicht. Nicht jeder Kunde redet mit mir, manche wollen vermutlich nur Karmapunkte sammeln mit ihrem Kauf, eine Form von Ablasshandel, die nehmen ihre Zeitung, manchmal mit einem komischen Gesichtsausdruck, und sind sofort weg. Wie eine Flucht. Der Flaneur aber nickte mir häufig zu, wenn er an mir vorbeilief. Eines Tages überwand er seine Zurückhaltung. Jedenfalls sagte er mir, dass er Harald heißt und wollte auch meinen Namen wissen. Ich habe ihm gesagt, dass ich Alexander heiße, mehr aber auch nicht. Der Name stimmt sogar. Kurz hatte ich überlegt, mir ein Alias zuzulegen, aber was soll’s.

Offensichtlich war ihm das noch nicht genug an Kontakt oder an Auskünften über mich. Er wollte fast bei jedem Kauf irgendwas über mich wissen; wie ich in die Lage gekommen bin, warum ich nicht wie ein Penner aussehe, nein, das Wort Penner hat er nicht verwendet, und so weiter, und so fort. Ich habe nie mehr als eine Sache erzählt, er sollte ja schließlich wiederkommen. Also zu jeder gekauften Zeitung als kostenlose Zugabe ein oder zwei Dinge über mein Leben. Hätte es vermutlich nicht gebraucht, aber als Unternehmer denkt man nun mal so. Okay, als Ex-Unternehmer.

Wenn ich so drüber nachdenke, hat er mir nie was über sich erzählt, und ich habe ihn auch nie nach seinem Leben befragt. Es hat mich auch nie wirklich interessiert, aber jetzt, wo ich weiß, dass er nicht mehr lebt, tut es mir fast ein bisschen leid. Und es tut mir auch leid, dass ich mich damals nicht von ihm verabschiedet hatte, als ich zum Alkoholentzug viele Wochen nicht an meinem Platz war. Den Entzug hatte mir eine Dame vom Sozialamt besorgt, oder welches Amt das auch immer war. Aber da ich meine Alkoholprobleme immer verschwiegen hatte und mir keine gute Begründung für eine längere Abwesenheit eingefallen wäre, war ich dann halt einfach weg.

Nach meiner Rückkehr war es mir anfangs nicht aufgefallen, dass Harald nicht mehr vorbeikam, denn man kann nicht immer an jedes Gesicht denken. Okay, hier war es durch unsere kurzen Gespräche etwas anderes, mit den wenigsten habe ich so viel geredet, aber trotzdem. Als ich es bemerkt hatte, habe ich ihn auch nicht wirklich vermisst, denn ich kann auch gut ohne Geplauder sein. Als er dann aber gar nicht mehr auftauchte, habe ich mir doch so meine Gedanken gemacht. Da ich mitbekommen hatte, dass er eine Schwäche für den Bürstenladen hatte, wollte ich zuerst da nach ihm fragen. Allerdings hatte mich der Besitzer etwas entgeistert angeschaut, als ich wieder meinen Platz eingenommen hatte, so dass ich es gelassen habe. Weil ich aber wusste, dass er öfters in dem Ein-Euro-Laden war, um eine der Verkäuferinnen anzubaggern, habe ich mich in den Laden getraut, um zu fragen. Vielleicht wusste die ja was.

Sie wusste in der Tat was. Harald war tot. So hatte sie es jedenfalls gehört, denn sie hatte auch keinen echten Kontakt zu ihm gehabt. Das Anbaggern war einseitig, das erzählte sie mir bei dieser Gelegenheit, auch wenn sie es durchaus ein wenig schmeichelhaft fand. Da Harald fast jeden Tag in der Ecke flanierte, kannte er wohl den einen oder anderen Ladenbesitzer, oder Kunden, oder wen auch immer. Von einem dieser Personen hatte die Verkäuferin es dann gehört, ohne Details zu erfahren. Wie das halt so ist. Seitdem ist schon wieder über ein Jahr vergangen. Irgendwie fehlt er mir, deswegen werde ich ihn bestimmt nicht vergessen.

Montag, 19. März 2018

Varietas delectat

In der deutschen Presse trauert man momentan den Zeiten hinterher, in denen in der Formel 1 bis zu sieben deutsche Fahrer unterwegs waren. FAZ und Spiegel meine ich, man kann nicht alles lesen, anderswo wird vermutlich auch geweint. Statt sehr deutsch sieht das Starterfeld in diesem Jahr so aus:

2 Finnen: Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas
2 Spanier: Fernando Alonso und Carlos Sainz
2 Deutsche: Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg
2 Franzosen: Esteban Ocon und Pierre Gasly
1 Franzose und Schweizer: Romain Grosjean
1 Mexikaner: Sergio Pérez
1 Däne: Kevin Magnussen
1 Niederländer und Belgier: Max Verstappen
1 Belgier: Stoffel Vandoorne
1 Brite: Lewis Hamilton
1 Australier: Daniel Ricciardo
1 Neuseeländer: Brendon Hartley
1 Schwede: Marcus Ericsson
1 Monegasse: Charles Leclerc
1 Kanadier: Lance Stroll
1 Russe: Sergey Sirotkin

Mir fehlen Südamerika und Asien. Ansonsten erfreulich international. Sehr viel bunter und abwechslungsreicher in puncto Herkunft kann es jedenfalls kaum sein. Ist eine solche Mischung einer Weltmeisterschaft nicht viel würdiger als die zahlenmäßige Dominanz durch eine Nation?