Mittwoch, 30. September 2009

Immer schön geschmeidig bleiben

Man muss sich ja den Zeiten anpassen, nicht wahr. Ich für meine Person bin jetzt Mitglied im ADAC und bei Borussia Dortmund, habe mit der Imkerei als Hobby begonnen und mir außerdem eine große Tigerente aus Plüsch zugelegt. Damit sollte meine politische Karriere in den nächsten vier Jahren gesichert sein.

Dienstag, 29. September 2009

Ungeklärte Fragen 18

Quecksilber in Energiesparfunzeln, Quecksilber jetzt auch in Schweinegrippe-Impfung … Quecksilber demnächst in meinem Frühstücksmüsli? Und wer ist daran schuld? Bestimmt Frau Merkel, der Name klingt schon so verdächtig nach Mercurium.

Montag, 28. September 2009

Bei genauerem Nachdenken …

Die Stimmen sind jetzt ausgezählt,
Ich bin zur Kanzlerin gewählt.

Vor Schrecken bin ich erst mal stumm,
Mein Gott, was sind die Menschen dumm.

Es scheint, sie haben mir geglaubt;
Ist soviel Blödheit denn erlaubt?

Will ich ein solches Volk regier'n?
Man muss sich ja total genier'n!

Für meinen Ruf wär's echt fatal.
Ich glaub, ich lehn sie ab, die Wahl.

Donnerstag, 24. September 2009

Ehmso

Es war einmal vor langer Zeit, da wurde dieses Land fast ausnahmslos von pampigen, unfreundlichen, unhöflichen, muffeligen und schlechtgelaunten Menschen bewohnt, die ihr Geld bevorzugt in Branchen mit Kundenkontakt verdienten. Das ist im Prinzip heute nicht anders, aber irgendjemand ist vor ein paar Jahren mit einer gigantischen Dose Flauschlack über das Land gegangen und hat deren Inhalt großzügig auf die Menschen gesprüht, vor allem auf denen mit oben erwähntem Kundenkontakt.

Das muss ja per se nichts schlechtes sein. Ein gewisses Maß an Höflichkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme erleichtert das Zusammenleben ungemein. "Guten Tag", von mir aus auch "Hallo", oder "Auf Wiedersehen" bzw. "Tschö" – so soll es sein, das ist selbstverständlich. Aber muss mir wirklich jeder, bei dem ich zum Beispiel zum ersten Mal in meinem Leben ein Brötchen kaufe, ein routiniertes "Schöntachnoch" hinterherkrähen? Man hat diese Unsitte wohl den Amerikanern abgeguckt, die als nachahmenswertes Musterbeispiel der geschmeidigen Oberflächlichkeit gelten. Aber ich weiß genau, dass es dem Absender vollkommen egal ist, ob ich noch einen schönen Tag haben werde. Ich erwarte auch nicht, dass es ihn interessiert. Es interessiert mich umgekehrt auch nicht. Es gibt einfach zu viele Menschen, als dass sich jeder für den weiteren Tagesverlauf aller anderen interessieren könnte. Meiner guten Laune dient es also nicht. Aber es zwingt mich als wohlerzogenem Menschen, meinerseits ein "ehmso" oder "ihnauch" zu zurückzunuscheln. Natürlich gibt es Schlimmeres. Aber lästig ist es schon.

Wer mir also verspricht, mich nur noch mit einem netten "Wiederschaun" zu verabschieden, dem verspreche ich, so weit wie möglich Stammkunde zu werden.

So. Genug gemotzt für heute. Schöntachnoch.

Mittwoch, 23. September 2009

Äpp

No Äpp, no Äppiness? Sorry, Äpple, does äppsolutely not äpply to me. Äppologies for that. Try a different Äpproach.

Montag, 21. September 2009

Zurück aus der Dunkelhaft

So, da bin ich wieder. Ging schneller rum, als ich dachte. Es ist mir übrigens gelungen, eine Kamera mit in die Dunkelhaft zu schmuggeln. Leider hatte sie keinen Blitz. Und die Lichtverhältnisse waren, wie nicht anders zu erwarten, nicht gerade ideal. Ich habe trotzdem fleißig fotografiert; die besten Bilder gibt es hier. Ich kann aber nicht so genau sagen, was da zu sehen ist.







Freitag, 4. September 2009

2 Wochen Dunkelhaft

Auf Betreiben der EU. Wegen Verdunkelungsgefahr. Licht ins Dunkle über alles andere bringt derweil Silke.

Mittwoch, 2. September 2009

Noch ein Abschied

Nach der Glühbirne gestern heute nun ein Nachruf auf die Abwrackprämie, von der man sagt, dass sie heute ausgeschöpft sei – die man aber wirklich betrauern muss, denn sie wird uns allen sehr fehlen. Selten konnte man in der Politik klügeres, ja, ich zögere nicht zu sagen: weiseres Handeln beobachten als bei der Erfindung dieser Prämie. Es ist außerordentlich weise, einfach mal so fünf Milliarden Steuer-Euros zu verbrennen, denn irgendwo muss das Geld ja hin, und wenn man stattdessen die Steuern senken würde, käme das Volk am Ende auf dumme Gedanken und würde sich stattdessen Schokoriegel und Alkohol kaufen und würde dick und krank, was die Gesundheitskosten in die Höhe triebe, und so gesehen ist es eine prima Investition, die sich bestimmt ganz schnell amortisiert. Weise ist es auch, gerade in Zeiten ansonsten schwächelnder Nachfrage hemmungslos Überkapazitäten in der Branche zu produzieren, denn wer weiß, vielleicht landen schon morgen Außerirdische und kaufen uns alle Autos weg, und dann trifft uns das nicht unvorbereitet. Weise ist es auch, hunderttausende meist gut erhaltene Autos von der Straße zu entfernen, denn diese konsequente Vernichtung von Werten ist fast wie im Krieg, und nie sind die Zeiten optimistischer und mehr nach vorne gerichtet als nach einem Krieg. Weise ist es auch, den Export alter Autos nach Afrika zu unterbinden, denn wenn unsere Autos nach Afrika gelangen, dienen sie da möglicherweise der wirtschaftlichen Entwicklung, und die ist nun wirklich nicht in unserem Interesse, da züchtet man sich vielleicht langfristig Konkurrenz am Weltmarkt heran, nicht wahr, und wohin das führen kann, hat man schon am Beispiel Asien gesehen, und es ist wirklich besser, wir überweisen wie gehabt jährlich diverse Millionen an sogenannter Entwicklungshilfe an kleptokratische Diktatoren, die damit ihre Paläste mit goldenen Badewannen oder ihre Armeen mit neuen Waffen ausstatten können, aber sonst keinen Schaden mit anrichten. Weise ist es auch, für die Produktion neuer Autos Energie und Ressourcen zu verschleudern und die Umwelt zu belasten, denn knapper werdende Energie und Ressourcen und Umweltbelastung sind die Themen der Zukunft, und je mehr wir darüber lernen, umso besser. Langfristig betrachtet. Wenn man das nicht weise nennt.

Ich fordere daher in aller Deutlichkeit, die Abwrackprämie unbegrenzt weiterlaufen zu lassen und auf alle Autos auszuweiten, die mindestens ein Jahr alt sind oder deren Aschenbecher voll sind.

Dienstag, 1. September 2009

EUlogie

Heute wollen wir mal recht ausführlich die EU preisen. Heute ist nämlich der Tag, an dem Teil 1 des Glühbirnenverbots in Kraft tritt, welches zu erlassen der EU in ihrer unendlichen Weisheit gefallen hat. Schließlich gilt es, das Weltklima zu retten, und da sich schon so viele andere in Aktionismus überschlagen, kann man da natürlich nicht hintanstehen. Nicht auszudenken, wenn bald wieder Nilpferde im Rhein schwömmen – all diese Bemühungen, mit verschärftem Umweltschutz wieder das Schwimmen im Rhein zu ermöglichen, und dann ist es auf einmal so warm, dass die Viecher nach all den Jahren zurückkommen und einen beißen. Nicht wahrscheinlich, aber man kann bei so was gar nicht vorsichtig genug sein. Außerdem muss man ja auch mal den Herstellern von Stromsparleuchtmitteln was Gutes tun, der Einsatz von deren Lobby soll schließlich nicht umsonst gewesen sein. All die Kreativität, um die angebliche Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte nachzuweisen, verdient schon eine gewisse Belohnung. Nicht zu vergessen die Leuchtmittelzulieferer von der Quecksilberindustrie, die jetzt auch schöne neue Absatzquellen haben – das ganze Quecksilber, das demnächst unweigerlich im Hausmüll landet, bietet dafür dann der Sanierungsindustrie herrliche Möglichkeiten. Sehr erfreut werden natürlich auch die Augenärzte sein, denen Patienten, die sich im schummrigen Funzellicht die Augen verdorben haben, die Praxen einrennen werden. Auch der Verkauf von Großdruckbüchern wird im gleichen Zusammenhang steigen. Sogar die Kerzenindustrie wird einen Boom erleben, mit dem sie nicht mehr gerechnet hat, denn da Kerzenlicht heller als eine Energiesparlampe ist, verhindert es, dass man sich abends an einen Tisch setzen muss, der mit bläulichem Energieparlicht mehr verdunkelt als erhellt wird, man also die Speisen nicht mehr erkennen kann und darüber hinaus sein Gegenüber auch noch unweigerlich sch..., äh, unvorteilhaft aussieht. Ein Gesetz und so viele positive Folgen – ist das nicht wunderbar?

Das Gesetz scheint übrigens schon am ersten Tag zu greifen. Ab morgen soll es kälter werden. Offenbar ist das Klima so beeindruckt, um nicht zu sagen eingeschüchtert, dass es in vorauseilendem Gehorsam seinen Wandel einstellt, womöglich sogar einsichtig zurücknimmt. Es scheint ihm ein Licht aufgegangen zu sein.

Montag, 31. August 2009

Wenn aber …

… im Leben nichts rein weiß oder rein schwarz ist, dann müsste das Leben doch theoretisch grau sein? Hm tja, das könnte hinkommen.

Freitag, 28. August 2009

Von Ihnen aber, sehr verehrter Herr Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw,

wüsste ich doch zu gerne mal, warum Sie wahnwitzigerweise darauf bestehen, den Torwart Herrn Tim Wiese, derzeit in Bremen beschäftigt, mit aller Gewalt im Nationalkader zu belassen, obwohl besagter Herr Tim Wiese, der sicherlich alles in allem kein schlechter Torwart ist, nicht selten zu peinlichen Patzern neigt und vor allem auch verbal gerne verhaltensauffällig wird, wir aber mit den Herren Adler, Enke und Neuer, um nur die drei momentan besten in strikt alphabetischer Reihenfolge zu nennen, damit sich keiner zurückgesetzt fühlt, und einen Herrn Hildebrand gibt es ja auch noch, genug andere Torhüter haben, die das Torwarthandwerk mindestens genau so gut, ja alles in allem doch noch besser verstehen als Herr Tim Wiese, darüber hinaus aber auch über halbwegs kultivierte Umgangsformen verfügen, die es ermöglichen, sie auch ins Ausland reisen zu lassen, was ja bei Länderspielen naturgemäß recht häufig vorkommt, ohne dass man sich als deutscher Zuschauer für sie fremdschämen müsste.

Aber immerhin. Die Nominierungen für die nächsten Spiele machen Mut. Und damit jetzt erst mal genug zum Thema Torhüter.

Donnerstag, 27. August 2009

Kurze Typologie der Autofahrer oder Warum nur müssen Klischees so oft so perfekt die Wahrheit widerspiegeln?

Warum sitzen in großen, übermotorisierten und meist dunkel lackierten Limousinen (in den letzten Jahren vermehrt auch SUVs) vor allem aus den Häusern Audi, BMW oder Daimler-Benz, bei denen es sich viel zu häufig um vom Steuerzahler finanzierte Dienstwagen handelt, so oft diese Rowdys, die ganz großen Spaß daran haben, andere Autofahrer von der Straße zu rüpeln?

Warum sitzen in tiefergelegten 3er-BMWs mit großzügig aufgedrehten Beschallungsanlagen und dunkel, wenn auch selten ganz faltenfrei abgeklebten Seiten- und Heckscheiben so oft ganz genau jene beherzt gegelten Jungmänner mit in der Regel sehr überschaubaren Deutschkenntnissen, die man in ihnen vermutet?

Warum sitzen in den schönsten Oldtimern so oft die unsympathischsten Menschen, denen man ihre schönen Oldtimer nun wirklich überhaupt nicht gönnt?

Und warum sitzen ausgerechnet in türkisgrünblau oder türkisgrünblaumetallic lackierten Opel Corsas der Modellreihe 2 so oft Frauen mittleren bis reiferen Alters, die gerade an der Ampel den Weg zum Gaspedal nur äußerst widerwillig finden und so selbst bei sonst sehr geduldigen Menschen heftiges Autofahrer-Tourette auslösen?

Mittwoch, 26. August 2009

Dienstag, 25. August 2009

Wir basteln uns einen Standpunkt



Und so einfach geht's: Punkt in der passenden Vergrößerung ausdrucken, ausschneiden, auf den Boden legen und drauftreten. Bei der Verwendung in der Politik empfiehlt es sich, den Standpunkt nur locker auf den Boden zu legen, damit man ihn bei neuen Meinungsumfragen jederzeit geschmeidig umpositionieren kann. Alle, die häufig mal zu einem Thema gleichzeitig zwei oder mehr sich widersprechende Standpunkte haben (das fachlich korrekte Verb lautet "seehofern"), dürfen den Standpunkt auch gerne in größerer Anzahl ausdrucken.

Montag, 24. August 2009

Sie aber, sehr verehrter Herr Altnationaltorwart Jens Lehmann,

sollten sich doch mal fragen, ob Sie es mit dem Sichlächerlichmachen nicht doch ein wenig übertreiben, wenn Sie Ihren Ellenbogen an den Kopf des Kollegen Subotic applizieren und als Reaktion auf dessen Retourkutsche, die zugegebenermaßen recht unoriginell ausgefallen ist, mit großer theatralischer Geste, die selbst erfahrene italienische Elfmeterschinder wie drittklassige Laiendarsteller aussehen lässt, die unverzügliche und gnadenlose Bestrafung des Kollegen fordern!

Freitag, 21. August 2009

Donnerstag, 20. August 2009

Mittwoch, 19. August 2009

Dienstag, 18. August 2009

Gemetzel 2

Hoffen wir mal, dass die grünhosigen Barbaren, die vor meinem Fenster schon wieder das wehrlose, zart blühende Grünzeug töten, recht kräftig in der heute sehr aktiven Sonne schwitzen mögen; ja, dass sie vielleicht sogar einen Sonnenbrand und einen Sonnenstich erleiden und so eine etwas längere Erinnerung an ihr schändliches Tun behalten. Auch wenn die bestihlten Grünhosen natürlich nur ausführende Organe sind: gerecht wär's schon, wenn das Grünzeug gerächt würde.

PS: Eine gelbe Blume hat man stehenlassen. Immerhin.

Erodierende Gewissheiten 4

Früher hieß es mal, auf einen kalten Winter folgen wenig Wespen. Jetzt aber folgen auf einen arschkalten Winter scheißviele Wespen. Da stimmt doch was nicht …

Montag, 17. August 2009

Das Sommerloch hat ein Ende



Nessie statt Sommerloch. Oder ist Nessie das Sommerloch? Quasi das Sommerlochness bzw. Sommerlochnessie? Unernesslich schviehrige Frage. Wie so viehles. Cèst la Vieh, nesspa, würde der Franzose sagen. Und damit viehni.

Freitag, 14. August 2009

Donnerstag, 13. August 2009

Das Sommerloch wächst immer schneller



So langsam wird es furchteinflößend.

Mittwoch, 12. August 2009

Das Sommerloch wird größer



Ob man sich Sorgen machen muss?

Dienstag, 11. August 2009

Sommerloch



Und das bei den heute doch arg zurückgenommenen Temperaturen!

Montag, 10. August 2009

Wochenrückblick

Die lustigste Meldung der letzten Woche war eindeutig, dass mindestens 50.000 Autos trotz Abwrackprämie eben nicht abgewrackt worden sind, sondern jetzt doch in anderen Weltgegenden wie Afrika weiterfahren dürfen. Und das ist auch gut so, denn nur ein langlebiges Auto ist ein umweltverträgliches Auto, und ich wünsche mir sehr, dass noch mehr Autos diesem Wahnsinn entkommen sind.

Die traurigste Meldung aber war, dass Willy DeVille gestorben ist.

Freitag, 7. August 2009

Woche der Vokale 5

Der hufeisenförmigste Vokal:
U
Das "U" sieht so aus, als käme es direkt aus der Hufeisenschmiede. Man könnte diesen Vokal auch mit einem Trinkgefäß verwechseln, wovor aber nicht genug gewarnt werden kann – Flüssigkeiten laufen an der Vorder- und Hinterseite aus und sorgen für eine hässliche Sauerei. Empfohlen wird vielmehr der Einsatz als Haarnadelkurve. Praktisch ist dieser Buchstabe auch als Kleiderhaken. Dreht man das "U" um 180 Grad, hat man im Handumdrehen einen robusten Bogen für den vielseitigen Einsatz im Haus- oder Brückenbau.

Donnerstag, 6. August 2009

Woche der Vokale 4

Der ballförmigste Vokal:
O
Das "O" schmeichelt dem Auge durch seine geschmeidig-ausgewogene Form. Dieser Vokal gilt in Fachkreisen als Inspiration diverser, wenn nicht sogar aller Ballspiele. Sein immer betont rundes Auftreten qualifiziert diesen Buchstaben unter anderem auch zu einer Karriere als Ring. Eingang in die Politik fand das "O" durch diverse Runde Tische.

Mittwoch, 5. August 2009

Woche der Vokale 3

Der stangenförmigste Vokal:
I
Dieser dünnste aller Vokale und überhaupt aller Buchstaben besticht dank seiner relativ neutralen Form durch ein breites Einsatzspektrum. Ob als Säule, Kerzenhalter, Stange, Balken, Speer, ausgestreckter Mittelfinger oder Spazier- bzw. Schlagstock – um nur einige der schier endlosen Verwendungsmöglichkeiten zu nennen –, das "I" überzeugt auf der ganzen Linie.

Dienstag, 4. August 2009

Woche der Vokale 2

Der kammförmigste Vokal:
E
Das "E" wird oft als recht kantig erlebt. Seine Form ist einem Kamm nachempfunden; als nachteilig gilt die geringe Anzahl an Zinken. Mit einem Stiel könnte man diesen Vokal auch als Gabel oder Rechen verwenden; wäre man Poseidon oder Retiarier, käme er in diesem Fall als Dreizack gelegen.

Montag, 3. August 2009

Woche der Vokale 1

Der dachförmigste Vokal:
A
Mit seiner dachartigen Struktur ist das "A" besonders bei schlechtem Wetter der Vokal der Wahl. Seine nach oben hin spitz zulaufende Form macht ihn aber auch hervorragend geeignet zum Auspressen von Zitrusfrüchten.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Das Leben 2

Das Leben ist ein Funkloch.
Das Leben ist eine Mogelpackung.
Das Leben ist ein Langzeitexperiment.
Das Leben ist ein Missverständnis.
Das Leben ist ein Eiertanz.
Das Leben ist relativ.
Das Leben ist eine Fata Morgana.
Das Leben ist ein Scherzartikel.
Das Leben ist ein nicht abgegebener Lottoschein, mit dem man 6 Richtige plus Superzahl gehabt hätte.
Das Leben ist eine Promenadenmischung mit ungeklärtem Stammbaum.
Das Leben ist ein Hütchenspieler.
Das Leben ist eine Zitruspresse.
Das Leben ist eine Dampfwalze.
Das Leben ist ein Stück weit zeitnah.
Das Leben ist ein Zeiterfassungssystem, in dem diverse Stunden spurlos verschwinden.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Fotoromanza

An einem heißen Sommertag treffen sich zwei griechische Salate, schnell liegt eine knisternd-erotische Spannung in der Luft …



… und wenig überraschend kommt es, wie es kommen muss: Die Hormone fordern ihren Tribut und der eine griechische Salat fällt ausgehungert über den anderen her …



… und keucht gierig: "Dich vernasch ich jetzt!"



Copyright der Fotos: Silke

Dienstag, 28. Juli 2009

Autobiographisches

Niemals nach der Arbeit gieren,
Sie stattdessen delegieren.

Wenn sich Streber nach ihr drängeln,
Stets laut loben, niemals quengeln.

Sich bei jedem Auftrag ducken,
Dennoch schwer beschäftigt gucken.

Immer tun, als tät man denken.
Frech den Blick auf and're lenken.

Sich geschickt diskret verbergen
Hinter hohen Aktenbergen;

Ob nun leere oder volle
Spielt dabei gar keine Rolle.

In den Gängen bloß nicht rasten,
Sondern manisch-hektisch hasten.

Vor sich hin, doch hörbar, klagen,
Es sei kaum noch zu ertragen;

Dieser gnadenlose Stress
Sauge aus bis zum Exzess.

Konsequent bleib ich mir treu:
Bis zur Rente arbeitsscheu!

Montag, 27. Juli 2009

Raus mit dem Steuergeld! Weg damit!

In der Ostparkstraße, etwa auf Höhe Schwedlerbrücke, gibt es seit ein paar Tagen einen Zebrastreifen. Man hatte diesen Zebrastreifen bis jetzt nicht vermisst; die Ostparkstraße gehört ja nun doch zu den Straßen Frankfurts, die man selbst als Mensch jenseits der 40 durchaus gefahrlos überqueren kann. Auch ohne lange auf eine Lücke im Verkehr warten zu müssen. Aber irgendwo muss das Steuergeld ja hin, nicht wahr? Man wird sich schon was dabei gedacht haben. Oder am Ende doch nicht?

Oder gehört der neue Zebrastreifen zum großen Projekt "Parkplatzvernichtung", das hier in Frankfurt schon seit langer Zeit mit nicht nachlassen wollender Begeisterung und Konsequenz verfolgt wird?

Freitag, 24. Juli 2009

Ein ganz besonders herzliches Dankeschön …

… all jenen Hundebesitzern, die auf der Schwedlerbrücke (und natürlich nicht nur da) so umsichtig dafür sorgen, dass die vielen Haufen, die durch den natürlichen Verfall zu verschwinden drohen, durch ihre großzügig defäkierenden Hunde regelmäßig erneuert werden. Das dadurch motivierte tänzelnde Hopsen von freiem Fleck zu freiem Fleck steigert die Kondition und hält den Körper elastisch.

Mögen sie in der Hölle für 100 Millionen Jahre in brodelnder Hundescheiße kochen!

Donnerstag, 23. Juli 2009

Zu warm, zu kalt, und lau im Hirn

Warum eigentlich stellen die gleichen Menschen, die ihre Heizung im Winter immer auf mindestens 25 °C prügeln, ihre Klimaanlage im Sommer grundsätzlich auf maximal 15 °C ein? Und warum sind das die gleichen Menschen, die gar nicht laut genug über die angebliche Klimakatastrophe jammern können und von anderen lautstark verlangen, doch bitteschön endlich mal Energie zu sparen?

Mittwoch, 22. Juli 2009

Taktik à la Troja?

Sieht so aus, als hätte sich Personal von Greenpeace in den Vorstand von Vattenfall geschmuggelt. Quasi wie damals in Troja. Die altehrwürdige Taktik scheint immer noch tadellos zu funktionieren. Chapeau!

Dienstag, 21. Juli 2009

Sonnencreme zu verkaufen

Verkaufe wegen hartnäckig unschönen Wetters eine Flasche Sonnencreme mit LSF 50 aus dem bekannten Hause Nivea. Die Flasche ist auch nach mehreren Jahren im Familienbesitz noch so gut wie voll. VB € 7,50.

Dienstag, 14. Juli 2009

Großartige Erfindung

NEU! Der virtuelle Briefbeschwerer für E-Mails – ab sofort im gut sortierten Fachhandel.

Montag, 13. Juli 2009

Urlaubsverblödung

Erstaunlich, wie schnell man im Urlaub verblödet. Kompletter Hirnschwund in Nullkommanichts. Ich halte also die Klappe, bis eine Besserung eintritt.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Noch ein hilfreicher Tipp

Nistplatzstreu wird fast wie neu, wenn man einfach istplatzstr entfernt.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Die Weihnachtsmannzipfelmütze

Seit Tagen hängt schräg gegenüber eine Weihnachtsmannzipfelmütze am Zaun. Sie ist knallrot, wie sich das für eine Weihnachtsmannzipfelmütze gehört, macht aber ansonsten keinen besonders dynamischen Eindruck. Was macht sie da? Wie kommt sie da hin? Ist sie ein erster Hinweis auf einen dieses Jahr besonders frühen Wintereinbruch? Gibt es demnächst Geschenke? Und wenn ja, von wem? Haben Außerirdische sie da hingehängt, um uns zu verwirren? Hängt sie da, weil der Weihnachtsmann nachts leichtsinnig über den Zaun klettern wollte, dabei verunglückt ist, und die Rettungskräfte haben sie dann da hingehängt? Wenn das so ist, hat der Weihnachtsmann überlebt? Liegt er vielleicht jetzt noch im Krankenhaus und würde sich über Besuch freuen? Oder hat er nicht überlebt, und wir müssen uns auf Weihnachten ohne Geschenke einstellen? Soll die Weihnachtsmannzipfelmütze möglicherweise die Autofahrer ablenken, damit sie unaufmerksam in die Radarfalle tappen? Hat sie vielleicht der Chef der Hafenbehörde als eine Art Geßler-Hut aufgehängt, und seine bienenfleißigen Untergebenen müssen sie jeden Morgen grüßen, bevor sie in das Hafengebiet ausschwärmen und mit nicht nachlassen wollendem Eifer Parksünder aufschreiben? Ob man wohl jemals die volle Wahrheit über die Weihnachtsmannzipfelmütze schräg gegenüber am Zaun erfahren wird?

Dienstag, 30. Juni 2009

Ungeklärte Fragen 5–17

Warum stelle ich mich an der Kasse immer an die Schlange die länger braucht?
Warum behaupten andere ständig sie würden sich immer an die Kasse stellen die länger brauche obwohl das immer nur mir passiert?
Warum regnet es immer wenn ich was vorhabe?
Warum scheint immer die Sonne wenn ich lieber Regen hätte?
Warum werden alle Ampeln direkt vor mir rot und die Lahmärsche vor mir schaffen es noch bei grün?
Warum erleichtern sich die Vögel immer präzise über meinem Auto?
Warum sind meine Nachbarn so laut und grillen ständig?
Warum werde ich bei ebay so oft genau um 1 Gebot überboten?
Warum gewinne ich nie richtig im Lotto obwohl ich doch so gerne Millionär wäre?
Warum habe ich immer zu viel oder zu wenig Arbeit auf dem Schreibtisch liegen?
Warum hat offenbar jeder ein interessanteres Leben als ich?
Warum ist überhaupt alles so schrecklich?
Und warum behaupten alle ich würde ohne Punkt und Komma rumjammern?

Montag, 29. Juni 2009

Gastbeitrag Herr Lohse

Guten Tag, mein Name ist Lohse. Herr Hallmackenreuter stellt mir freundlicherweise diesen Platz zur Verfügung, da ich über keinen eigenen Blog verfüge. (Wir haben uns damals in der Bettenabteilung eines Kaufhauses kennengelernt, ich war da Kunde, aber das ist eine andere Geschichte, die nichts zur Sache tut.) Jedenfalls, ich war neulich einkaufen und habe Buchstaben erworben. Auf Vorrat, um Geld zu sparen. Man kriegt da immer so lohnende Preisnachlässe. Und Buchstaben kann man ja eigentlich immer gebrauchen. Gerade so beliebte Exemplare wie "E" oder "A". Leider habe ich ins falsche Regal gegriffen oder nicht richtig hingeschaut. Jetzt stehen bei mir zu Hause 50 Paletten à 100.000 Stück "Y". Die kriegt man ja im Leben nicht aufgebraucht. Falls also jemand Interesse hat – ich möchte einen großen Teil davon wieder verkaufen. Den Preisvorteil würde ich selbstverständlich komplett weitergeben. Wenden Sie sich im Bedarfsfall einfach an Herrn Hallmackenreuter, der gibt das dann an mich weiter, und ich melde mich bei Ihnen.

Freitag, 26. Juni 2009

Dementi 2

Jetzt heißt es auch noch, hier auf diesem Qualitätsblog würde geschwafelt. Wie jemand zu dieser Meinung kommen kann, ist mir vollkommen unerklärlich. Immer, und ich wiederhole: immer, versuche ich mich so kurz wie möglich zu halten. Stets ist meine Devise, mich so prägnant und präzise wie nur irgend möglich auszudrücken. Kluger Inhalt kommt mit wenig Text aus. Größten Wert, ja, man kann fast schon sagen allergrößten Wert lege ich darauf, niemals Zeilen zu schinden. Das wäre ja Zeilenschinderei! Vollkommen unter meiner Würde! Sowas hat in einem Qualitätsblog keinen Platz. Niemals! Und trotzdem heißt es, hier würde geschwafelt. Wie jemand zu dieser Meinung kommen kann, ist mir vollkommen unerklärlich. Zumal ich auch Wiederholungen vermeide wie der Teufel das Weihwasser. Ehrlich wahr! Fast bin ich gekränkt. Geschwafel! Pah! Wie jemand zu dieser Meinung kommen kann, ist mir vollkommen unerklärlich. Zumal ich auch Wiederholungen vermeide wie der Teufel das Weihwasser. In der Kürze liegt die Würze, daran halte ich mich. Hier kann man lernen, wie man selbst die kompliziertesten Gedankengänge in sehr kurzen und doch niemals simplifizierenden Sätzen, die, und darauf lege ich ebenfalls den größten Wert, gerade wenn man an die nicht enden wollende mediale Überflutung in anderen Medien denkt, was, und darauf hat noch niemand hingewiesen, selbst die internationale Fachpresse nicht, ganz besonders auch in Zeiten des Klimawandels und nicht zuletzt auch in Zeiten der internationalen Finanzkrise, und das ist doch schließlich letzten Endes der Sinn der Sache, wenn man auch, und das gebe ich unumwunden zu, man natürlich auch darüber geteilter Meinung sein kann, und wenn nicht hier, dann doch früher oder später. Aber kommen wir zu dem ungeheuerlichen Vorwurf zurück, den ich mit ein paar lässig dahingeworfenen Wörtern, mehr brauche ich dafür nicht, Qualität geht über Quantität, ganz geschmeidig entkräften werde.

Dementi

Es gab in der letzten Zeit Beschwerden. Dieser Blog würde immer farbloser und flacher werden. Hierzu stelle ich fest: Dieser Blog wird keinesfalls immer farbloser und flacher.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Copyright

Wichtige Information: Ich habe ab sofort das exklusive Copyright auf den Buchstaben "E". In allen Formen, also auch als "e". Das Copyright gilt weltweit. Wer in Zukunft den Buchstaben "E" bzw. "e" verwenden will, sei es in geschriebener oder gesprochener Form, kann bei mir eine Lizenz erwerben. Die Lizenzgebühr richtet sich nach dem Verwendungszweck und wird individuell ausgehandelt, ist aber in jedem Fall nicht unerheblich. Die unberechtigte Verwendung von "E" bzw. "e" wird mit aller Konsequenz verfolgt und mit noch mehr Härte bestraft.