Sonntag, 25. Februar 2018

Essbar

„Man kann diese Pflanze essen.“
„Tatsächlich?“ (Isst die Pflanze und fällt tot um)
„Sie ist aber hochgiftig.“

Sonntag, 18. Februar 2018

Leichtsinn

Immer diese Aushänge „Wir feiern am soundsovielten und es kann etwas lauter werden, aber kommen Sie doch einfach vorbei und feiern mit“.

Irgendwann komme ich tatsächlich mal vorbei und will mitfeiern.

Dann ist das Entsetzen groß.

Dienstag, 13. Februar 2018

Dankbarkeit

„Mein Leben ist gerade nicht so toll.“
„Sei dankbar für das, was du hast.“
„Ich habe Probleme, Ärger, Frust, Sorgen, Schwierigkeiten …“
„Siehst du?! Andere haben noch nicht mal das. Also sei bitte dankbar.“

Montag, 12. Februar 2018

Realist

„Ich bin nett, höflich, hilfsbereit, bescheiden, zuvorkomm…“
„Du hattest im Leben nie viel Erfolg, oder?“
„Woher weißt du das?“

Freitag, 9. Februar 2018

Menschen im Supermarkt

Menschen, die ihren Einkaufswagen mitten im Gang stehenlassen, gerne auch quer zur Laufrichtung

Menschen, die einem an der Kasse ihren Einkaufswagen mit Schwung in die Hacken rammen

Menschen, die einem in der Kassenschlange in den Nacken atmen

Menschen, die in der Kassenschlange nicht aufrücken

Menschen, die auf den Einkaufswagen verzichten und dann an der Kasse zeitraubend mit ihren Einkäufen jonglieren

Menschen, die an der Kasse ihre Geldbörse krampfhaft in einer Hand halten und einhändig doppelt so lange brauchen, um ihre Sachen zu verstauen

Menschen, die beim Öffnen einer weiteren Kasse zum getunten Bulldozer mutieren

Menschen, die nichts gekauft haben und sich an der Kasse wortlos an einem vorbei rempeln

Menschen, die mit kleinen Münzen passend zahlen … obwohl, das mache ich auch bei Bedarf. Nichts ist lästiger als tonnenweise Kleingeld im Portemonnaie. Mal abgesehen von Menschen im Supermarkt.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Januar-Miszellen

• „Ich bereue einige sehr wichtige Kunden.“ „Du meinst betreuen?“ „Nein.“
• An den Strand wollen sie alle. Irgendwo gestrandet sein will niemand. Ich finde das inkonsequent.
• „Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich Claire nennen, Herr Werk?“
• Wer die Weisheit mit Löffeln frisst, kann nur nicht mit Messer und Gabel umgehen.
• Wir leben in hysterischen Zeiten. Das ist einfach furchtbar, total schrecklich, ganz grauenvoll, nicht auszuhalten.
• Das schlechte Wetter in der Tiefgarage parken.

Samstag, 3. Februar 2018

Ampeln

In irgendeinem Verkehrsministerium zu einem beliebigen Zeitpunkt

„Herr Minister, die Unfallzahlen sind im letzten Jahr nicht weiter zurückgegangen.“
„Mist, wir haben Wahljahr, da müssen wir was tun.“
„Doch ein Tempolimit? Mehr Alkoholkontrollen? Konsequent gegen Smartphone-Gebrauch während der Fahrt vorgehen? Endlich Blinken durchsetzen? Experten sagen, das würde alles was bringen.“
„Sind Sie wahnsinnig? Das ist alles sehr unpopulär. Und teuer auch. Wir haben Wahljahr!“
„Dann weiß ich auch nicht.“
„Schulze, seien Sie kreativ! Die Wähler erwarten Aktivität! Ich erwarte eine spektakuläre Idee! Etwas, womit ich ganz groß in die Presse komme. Und natürlich auch in alle Polit-Talks. Moment, ich hab's. Wir definieren die Ampelfarben um. Rot bedeutet jetzt Fahren, Grün bedeutet Halten.“
„Herr Minister, mit Verlaub und bei allem Respekt, aber …“
„Ruhe, Schulze, ich muss nachdenken, wie ich das im Kabinett durchsetzen kann.“


Ein Jahr später im gleichen Ministerium

„Herr Minister, die Unfallzahlen sind im letzten Jahr deutlich gestiegen. Es heißt, das würde an der neuen Definition der Ampelfarben liegen. Die Leute seien überfordert.“
„Unfug, Schulze, wir waren nur nicht gründlich genug. Wir müssen einfach Gelb in die Neudefinition integrieren. Gelb könnte Fahren bedeuten, Rot Achtung und Grün Halten. Ja, das ist super, so werde ich das den Kollegen vorschlagen. Sind irgendwann irgendwo Wahlen? Egal, etwas PR ist nie verkehrt.“
„Herr Minister, mit Verlaub und bei allem Respekt, aber würde das was bringen?“
„Schulze, niemand mag Bedenkenträger. Außerdem muss es auch nichts bringen, haben Sie das immer noch nicht verstanden? Es geht darum, aktiv zu wirken. An die Arbeit, machen Sie ausnahmsweise mal was Sinnvolles!“


Ein weiteres Jahr später

„Herr Minister, die Unfallzahlen sind schon wieder nach oben gegangen. Mit Verlaub und bei allem Respekt, vielleicht war das mit den Ampeln doch keine so gute Idee?“
„Keine gute Idee? Eine vollkommen schwachsinnige Idee! Ich hätte nie auf Sie hören und Ihren Vorschlag aufgreifen dürfen. Schulze, Sie sind gefeuert!“

Mittwoch, 24. Januar 2018

Petition

„Guten Tag, würden Sie vielleicht unsere Petition unterschreiben?“
„Worum geht es denn?“
„Gegen die Überfischung der Meere. Wussten Sie, dass auch der Thunfisch vom Aussterben bedroht ist?“
„Ja, natürlich. Umweltschutz ist mir überhaupt sehr wichtig. Ich wähle die Grünen und lasse bei kurzen Wegen auch schon mal meinen SUV stehen.“
„Aha. Ja, also, danke dann für Ihre Unterschrift.“
„Kein Thema. Sagen Sie, können Sie mir sagen, wo man in der Gegend hier das billigste Sushi bekommt?“

Donnerstag, 18. Januar 2018

Die Niere

Es war kurz vor ein Uhr nachts. Der Abend mit Freunden hatte länger gedauert als geplant. Wie meistens war ich zu Fuß unterwegs. Wenn möglich, lasse ich das Auto stehen. Auch ohne Alkohol. Ich befand mich nicht mehr weit von meinem Haus entfernt, als zwei uniformierte Herren auf mich zukamen. „Guten Morgen, Organspenderpolizei, Ihren Organspenderausweis bitte.“
Beide zeigten mir ihrerseits unaufgefordert sehr offiziell aussehende Dokumente, aber ich war skeptisch. „Wie bitte? Ich habe keinen Organspenderausweis. Und seit wann muss man die vorzeigen?“
„Das ist jetzt leider ganz schlecht für Sie. Seit Mitternacht ist ein Gesetz in Kraft, das die Organspende neu regelt. Wer keinen Organspenderausweis vorweisen kann, darf ab sofort jederzeit und ohne Einwilligung auch für eine Lebendspende herangezogen werden.“
Mir wurde leicht schwindlig. „Davon hätte ich gehört.“
„Man kann nicht alles mitkriegen. Es werden auch keine Organe entnommen, die man zum Überleben braucht. Vermute ich jedenfalls. Wie auch immer, man benötigt dringend Nieren. Keine Angst, Sie müssen sich nur von einer trennen. Bitte kommen Sie mit.“
Mir wurde richtig schwindlig und auch übel. „Das können Sie nicht … wer ist eigentlich ‚man‘ … und überhaupt, woher wissen Sie, dass ausgerechnet meine Nieren für den Empfänger geeignet sind?“ Ich wäre wohl besser weggerannt, statt zu diskutieren, aber mir waren Kraft und Geistesgegenwart restlos abhandengekommen.
Die Herren packten mich resolut an beiden Armen. Widerstand schien sinnlos. „Es gibt so viele mögliche Empfänger, die verzweifelt auf eine Niere warten, da wird Ihre schon irgendwo passen. Und jetzt kommen Sie bitte. Wenn Sie möchten, können Sie im Krankenhaus nach der Operation ein Telefongespräch führen.“

Das Klingeln des Telefons weckte mich. Nein, es war die Haustürklingel. Ich war schweißgebadet. Warum wacht man bei schönen Träumen ausnahmslos sofort auf, aber bei Albträumen gibt es nie ein schnelles Entrinnen? Egal, ich hatte es überstanden. In diesem Moment, als der Traum noch so frisch in meinem Hirn rumgeisterte, spürte ich irrationalerweise Dankbarkeit für meinen Organspenderausweis und die Tatsache, dass ich sogar offiziell in der Organspenderdatei registriert war. Eine Entscheidung, über die ich seinerzeit lange nachgedacht hatte. 
Als ich meine Haustür öffnete, sah ich zwei uniformierte Herren mit Dienstausweisen in der Hand. „Guten Morgen, wir kommen von der Organspenderpolizei. Sie sind ja als potentieller Organspender registriert …“
Jetzt war ich sogar noch dankbarer. Sogar glücklich. Vor lauter Euphorie unterbrach ich den Organspenderpolizisten, der das Wort an mich gerichtet hatte. „Ja, das bin ich, und zwar aus voller Überzeugung.“
„Sehr gut. Wie Sie vielleicht wissen, ist seit Mitternacht ein Gesetz in Kraft, das die Organspende neu regelt. Wer als Organspender registriert ist, darf ab sofort jederzeit und ohne Einwilligung auch für eine Lebendspende herangezogen werden. Bitte kommen Sie mit.“

Sonntag, 14. Januar 2018

Mein Name ist Harvey …

Wenn ich im Internet einkaufe, lasse ich die Produkte nach Möglichkeit eine Weile im Warenkorb liegen in der Hoffnung, dass sie irgendwann preiswerter werden. Manchmal funktioniert das, manchmal funktioniert das nicht. Diese schlaue Taktik geht natürlich nicht bei Dingen, die ich sofort benötige. Das ist aber nur relativ selten der Fall.

Auch Harvey kauft gerne im Internet ein, wobei er sich meistens auf imaginäres Katzenfutter beschränkt. (Ich habe immer ausreichend davon im Haus, was Harvey nie zugeben würde. Er ruft schon beim Tierschutzverein an, wenn ich den zehntletzten Großkarton öffne, und beklagt sich, dass er in Kürze verhungern wird.) Allerdings würde er trotz aller Vorräte niemals abwarten, bis sein geliebtes Katz-Gourmet auch mal im Sonderangebot zu haben ist. Zack, Ware in den Warenkorb, zack, auf Bestellen geklickt, so einfach ist das bei ihm. Aber er muss es ja auch nicht bezahlen, das läuft selbstverständlich alles über meine Kreditkarte.

Und, Sie ahnen es, er beschränkt sich bei seinen Shopping-Aktivitäten nie auf ein paar wenige Kartons. Das läuft dann eher unter dem Motto „Mein Name ist Harvey, ich kaufe hier ein“. Es kann nie zu viel Katz-Gourmet im Haus sein. Was bin ich froh, dass es nur imaginäres Katzenfutter ist. Ansonsten hätte ich schon längst keinen Platz mehr in meiner Wohnung.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Harvey und der Frühling

EIN DRAMA IN DREI AKTEN

Akt 1
Harvey fragt, wann endlich Frühling ist. Möglicherweise haben ihm die zur Zeit annehmbaren Temperaturen Hoffnung gemacht. Ich traue mich nicht, ihm ehrlich zu antworten.

Akt 2
Harvey sagt, dass er die Nachbarn fragt, wenn ich ihm nicht antworte. Die werden schön gucken, wenn ein imaginärer Kater bei ihnen klingelt.

Akt 3
Harvey ist zurück. Nachdem die Nachbarn sich von ihrer Überraschung erholt hatten, haben sie ehrlich geantwortet. Harvey mag die Nachbarn jetzt nicht mehr.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Harvey und Kunststücke

Wer ein Haustier besitzt, wird oft der Versuchung nicht widerstehen können, ihm das eine oder andere Kunststück beizubringen. Das gilt auch für imaginäre Haustiere wie meinen Kater Harvey.

Allerdings hat Harvey den Spieß umgedreht und darauf bestanden, dass er mir Kunststücke beibringt. Zuerst mochte ich nicht so recht, zumal das die Hierarchie in Frage stellt, aber ich wollte auch kein Spielverderber oder Prinzipienreiter sein.

Harvey hat mir Dominosteine zugeworfen, die ich dann mit dem Mund auffangen musste. Wir waren dank konsequentem Training relativ schnell relativ erfolgreich. Und da wir das beide lustig fanden, hatten wir nicht den Ehrgeiz, noch andere Kunststücke zu trainieren.

Mittlerweile sind die Dominosteine aus, man kann auch kaum noch welche kaufen. Da mir gestern ein Hosenknopf abgegangen ist, einfach so, ist das vielleicht auch ganz gut so.

Leider weigert Harvey sich, den Hosenknopf anzunähen, obwohl er letztlich dafür verantwortlich ist. Ich wünschte, ich hätte mehr Durchsetzungsvermögen.

Dienstag, 9. Januar 2018

Was im Dezember geschah

• „Da haben Sie sich einen sehr hässlichen Pullover ausgesucht, aber …“ „Endlich mal ein ehrlicher Verkäufer, das weiß ich zu schätzen.“ „… ich finde, der passt hervorragend zu Ihnen.“
• „Sie haben da eine Lücke von mehreren Jahren in Ihrem Lebenslauf.“ „Da war ich kurz vor Weihnachten auf der Post.“
• „Ich bin der ruhende Pol in unserer Beziehung.“ „Du liegst den ganzen Tag faul auf dem Sofa.“ „RUHENDER POL!“
• Köpfe sind rund, damit sie besser rollen können.
• Schweigen, aber mit Dialekt.

Sonntag, 17. Dezember 2017

Ästhetik

Vor einigen Jahren hatte ich hier über meine schleichende Entfremdung von der Formel 1 geklagt. Punkt 1 war die Ästhetik. Viel von dem, was da steht, hat sich seitdem gebessert, andere Zumutungen sind noch immer aktuell. Die Spur ist mittlerweile breiter, die Heckflügel ebenfalls, die Reifen fetter, die Nasen nicht mehr ganz so hässlich. Aber das ausufernde aerodynamische Gedöns für die Luftführung und die absurden Frontflügel gibt es noch immer. Die heutigen Vorderreifen finde ich zu wuchtig. Nächstes Jahr kommt dann noch der unfassbar hässliche, Halo genannte Kopfschutz dazu, dessen Nutzen umstritten ist, bei dem es aber vermutlich auch gar nicht darauf ankommt, die Gesundheit der Fahrer zu schützen, sondern eher darum, Herrn FIA-Präsident Todt die Bühne für etwas Aktionismus zu bieten. Die Formel 1 ist also optisch nach wie vor nicht so der Renner. Leider gibt es keine WM-Punkte für Schönheit. Form follows Speed, da sind die Damen und Herren aus der Design-Abteilung wenig kompromissbereit. Da hilft auch kein wiederholtes Klagen. Noch nicht mal, wenn es von mir kommt.

Aber, um endlich mal positiv zu denken und nicht nur zu nörgeln – welche Formel-1-Fahrzeuge waren denn die besten, wenn nicht Rennerfolge der Maßstab sind, sondern nur die Optik? Das ist natürlich Geschmacksache, der eine mag dies, der andere mag das, noch andere mögen jenes, und das ultimative Design gibt es sowieso nicht. Aber Zurückhaltung und schlichte Eleganz, ohne dabei in Langeweile abzugleiten, sind für mich entscheidende Faktoren. Eine Spur Dramatik darf sein, aber wirklich nur in Maßen. Und man muss die Geschwindigkeit schon spüren, wenn der Wagen noch steht. Wichtig für Daumen rauf oder Daumen runter ist natürlich auch die Lackierung. So gefällt mir der Lotus 72 in JPS-Farben mehr als die Gold-Leaf-Version der Jahre 1970/1971 und viel mehr als die privat eingesetzten Versionen in Rob-Walker-, Lucky-Strike- oder Team-Gunston-Farben.

Exklusiv für Sie habe ich hier meine persönliche Hitparade aller jemals gebauten Formel-1-Fahrzeuge zusammengestellt. Die Liste ist rein zeitlich sortiert und sonst nix. Innerhalb der Top Ten eine urteilende Reihenfolge zu definieren, hätte mich endgültig überfordert. Es war so schon schwierig genug; diverse Autos wie den March 881, den Arrows A3 und den Ligier JS11 hatte ich schon auf die Liste gesetzt und dann wieder gestrichen, weil mir ein würdigeres Modell einfiel oder beim Blättern in Bilderbüchern in Erinnerung gerufen wurde. Die einzige Einschränkung war, dass ich nicht mehrere Modelle von einem Team in die Top Ten aufnehmen wollte. Sonst wäre es sehr lotuslastig geworden.

Meine Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, denn Geschmack ist, siehe oben, eine durch und durch individuelle Angelegenheit. Auf den Ferrari 156 und den Lotus 72 können sich die Freunde des guten Rennwagen-Designs vermutlich immer einigen; das sind Ikonen des Motorsports. Aber warum steht der McLaren MP4 auf der Liste und nicht der legendäre McLaren M23? Tja, so genau weiß ich es auch nicht. Morgen sähe meine Liste vielleicht schon wieder anders aus. Aber jetzt genug der ermüdenden Vorrede, Tusch, aufheulende Motoren, hier die glücklichen Gewinner:

Mercedes-Benz W 196 Stromlinie (1954/1955)
Ferrari 156 Sharknose (1961/1962)
Eagle Mk1 aka T1G (1966–1968, vor allem 67)
Lotus 72 (1970–1975, vor allem 72/73)
Brabham BT44B (1975)
Hesketh 308B (1975)
Shadow DN5 (1975)
Fittipaldi F6 (1979)
McLaren MP4/MP4B (1981/1982)
Jordan 191 (1991)

Der Brabham BT44B, der auf jeden Fall auf die Liste gehört. (Oldtimer-GP 2014)

Der McLaren M23, der fast auf der Liste gelandet wäre. (Oldtimer-GP 2014)

Der Ligier JS 11, der vorübergehend auf der Liste stand. (Oldtimer-GP 2014)

Montag, 11. Dezember 2017

Endlich mal wieder Vorstellungsgespräche

„Was ist Ihre größte Stärke?“
„Ich habe den Wortschatz eines Synonym-Lexikons.“
„Und Ihre Schwäche?“
„Ich bin antriebsarm, apathisch, energielos, gleichgültig, indolent, interesselos, lethargisch, passiv, phlegmatisch, schwunglos, teilnahmslos, temperamentlos, träge und tranig.“

„Und was ist Ihre größte Stärke?“
„Ich bin lärmfähig.“
„Sie meinen lernfähig?“
„NEIN!“

„Und was ist Ihre größte Stärke?“
„Ich bin extrem fleißig.“
„Warum haben Sie das nicht in Ihre Bewerbung geschrieben?“
„Ich war zu faul.“

Samstag, 9. Dezember 2017

Was im November geschah

• „Das ist eine ekelhafte Idee. Was soll das?“ „Du hast doch gesagt, wir brauchen einen Plan bäh.“
• „Dieses Auto sieht zwar sportlich aus, ist aber sehr langsam.“ „Das ist ja auch ein Lahmborghini.“
• „Dieser Rotwein schmeckt nach jungem Schaf.“ „Das ist ja auch ein Lammbrusco.“
• Eine jämmerliche Figur abgeben, und zwar im Fundbüro.
• Der Schädel ist rund, weil das die ideale Form für Teufelskreise ist.
• Lieber Renovieren als Rhinoviren.
• „Und Sie wollen Ihren Sohn wirklich Walter nennen, Herr Pepeka?“
• Lieber „iss noch was!“ als „is' noch was?“.
• „Ich fürchte, ich habe mich Ihnen gegenüber im Ton vergriffen.“ „Den Eindruck hatte ich auch.“ „Ich war noch viel zu freundlich.”

Dienstag, 5. Dezember 2017

Kinderstube

„Wissen Sie, …“
(kratzt sich im Schritt)
„… zu meiner Zeit …“
(spuckt auf den Gehweg)
„… hatten die Menschen …“
(niest Zuhörer ins Gesicht)
„… anders als heute …”
(bohrt in der Nase)
„… noch Kinderstube.“

Mittwoch, 15. November 2017

NIMBY*


Ich telefoniere mobil, will aber keine Mobilfunkantennen hier in meiner Gegend.

Ich unternehme Flugreisen, will aber keinen Fluglärm hier in meiner Gegend.

Ich verbrauche Strom, will aber keine Stromtrassen hier in meiner Gegend.

Ich erzeuge Müll, will aber keine Müllverbrennungsanlage hier in meiner Gegend.

Ich fahre Auto, will aber keinen Durchgangsverkehr hier in meiner Gegend.

Ich mache dies, ich mache das, ich mache jenes. Aber ich will natürlich, dass dadurch entstehende mögliche Probleme immer auf andere abgewälzt werden. Gesunde Einstellung, oder?

* Not In My Back Yard

Montag, 13. November 2017

Was im Oktober geschah

• Bitte auch bei wegwerfenden Handbewegungen immer auf korrekte Mülltrennung achten!
• Habe heute morgen einen Clown gefrühstückt, musste mich aber sofort übergeben. Ich vertrage wohl diese Spaßgesellschaft nicht mehr.
• „Ich glaube, sie liebt mich.“ „Ich hab dir gleich gesagt, dass mit der was nicht stimmt.“
• „Ich bin kein Freund der Dunkelheit.“ „So, wie du aussiehst, solltest du das aber sein.“
• Als Tierfreund reise ich am liebsten nach Koala Lumpi.