Donnerstag, 12. August 2010

Zug

„Dieser Zug! Der bekommt mir nicht!“
„Hab dich nicht so.“
„Wenn du meinst.“


„Aufgrund einer unplanmäßigen Verzögerung haben die folgenden Züge ungefähr zwei Stunden Verspätung. Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten.“

Dienstag, 10. August 2010

Als mir Twitter mal wieder ganz furchtbar auf die Nerven gegangen ist

Twitter ist ja im Prinzip eine feine Sache. Manchmal macht es Spaß, manchmal ist es doof, aber letztlich ist es sehr unterhaltsam und hat sogar Suchtpotential. Es gibt aber Momente, da ist es einfach nicht mehr satisfaktionsfähig. In der letzten Zeit gab es diese Momente mehrfach.

Das erste Mal war ekelhaft. Stichwort Duisburg, Love Parade. Ich will hier nicht darüber philosophieren, wer woran warum schuld war bzw. warum ganz offenbar niemand schuld war; darüber sollen klügere und informiertere Menschen urteilen. Es geht darum, wie auch Twitter zum Medium der Hexenjagd auf Duisburgs OB wurde. Offenbar braucht der Pöbel bei solchen Katastrophen einen Sündenbock. Schnell und denkfaul hatte man sich auf den OB geeinigt. Die Timeline bei Twitter war voll von Tiraden, die den Rücktritt forderten. Die selbstgefällige Vorverurteilung durch Twitterer, die ansonsten durchaus gut und witzig schreiben (bei Retweets weiß ich das natürlich nicht), war bemerkenswert. Das hatte was von übelster Lynchjustiz, das erinnerte in seiner Primitivität schwer an mittelalterliche Bräuche. Hexenjagd eben. Fast begann ich zu verstehen, wie eine aufgehetzte Meute zu noch viel schlimmerem manipuliert werden kann. Wie gesagt: ekelhaft.

Das zweite Mal war vergleichsweise harmlos, aber genauso bezeichnend. Da hatte in Münster ein Praktikant für seine Zeitung einen Artikel geschrieben über Chaoten, die unter anderem einen Blumenkübel vor einem Altenwohnheim zerstört hatten. Sachschaden Blumenkübel etwa 150 Euro. Natürlich im Prinzip eher eine Sommerlochmeldung, eine Beschäftigung für den Praktikanten, aber es muss auch erst mal bezahlt werden, und für die Betroffenen bedeutet es Ärger und Arbeit. Für den gewöhnlichen Twitterer ist es aber offenbar nicht der Rede wert und vergleichbar mit dem Sack Reis, der in China umfällt. Irgendein Twitterer griff die Meldung aus dem Internet auf, und innerhalb kurzer Zeit ergoss sich ein Tsunami der Häme über die Meldung. Eitle Hochnäsigkeit und Arroganz in Reinkultur. Ich wage zu bezweifeln, dass der Sinn für Witzischkeit so reflexartig funktioniert hätte, wenn man selber betroffen wäre und für den Schaden hätte aufkommen müssen.

Liebe Leute, man kann auch einfach mal die Klappe halten.

Montag, 9. August 2010

Was in der KW 31 geschah

• Als sie aber merkten, dass der Juli heuer keine Rekordtemperaturen bot, waren die katastrophenlüsternen Klimahysteriker maßlos enttäuscht.
• „He! Können Sie keine Schlange bilden?“ „Tut mir leid. Reptilien sind leider nicht lernfähig.“
• „Ich habe dir mein Herz zu Füßen gelegt, aber du hast es einfach nur getreten.“ „Ja. Eklig. Und fast wäre ich dabei ausgerutscht.“
• Wer nichts zu lachen hat, wird komisch.

Montag, 2. August 2010

Was in der KW 30 geschah

• Die Sprachfähigkeit meines Papageis wird immer besser. Leider besteht er auf Diktieren, weil er mit dem Ein-Schnabel-System zu langsam tippt.
• Für 14 Millionen Euro Abfindung würde auch ich eine Ölplattform in die Luft sprengen. Angebote bitte direkt an mich.
• Wollte mich per Zaubertrank unsichtbar machen. Hab leider unterdosiert. Bin jetzt halb durchsichtig und falle so erst recht auf. Mist!
• Manche Meetings sind ja schon deshalb so ermüdend, weil man so viele Schafe zählen kann.
• „Sie müssen den Text kürzen, kürzen, kürzen!“ … „So recht?“ „Perfekt. Und jetzt bitte noch dies rein und das rein und jenes rein!“
• Das maßlose Erschrecken, wenn das Telefon klingelt. Die unbeschreibliche Erleichterung, wenn es das Telefon des Kollegen ist.
• „Lesen Sie meine Tweets! Meine beste Arbeitsprobe!“ „Sie twittern? Bei uns müssten Sie konzentriert arbeiten!“ „Oh …“
• Nur, weil irgendein Schaf „mäh!“ sagt, fange ich doch nicht an, den Rasen zu stutzen.
• Nehmen Sie sich in acht vor Schwatzbären! Die kauen einem schnell ein Ohr ab.
• Wir schalten jetzt um zu Coiffeur-TV für eine Dauerfärbesendung.

Dienstag, 27. Juli 2010

Was in der KW 29 geschah Teil 2

• „Ohhhhhmmmmm …“ „Was war das?“ „Ach, der neue Meister muss beim Meditieren immer noch einen inneren Widerstand überwinden.“
• Die Großmutter allen Widerstands ist übrigens die Ohmi.
• Wasche mich nicht, ignoriere Deo, esse Knoblauch, gucke grimmig. Dennoch kommt man in mein Büro und gibt mir Arbeit. Was mache ich falsch?
• Nach einer tödlich missglückten Dauerwelle gehört es sich für einen Friseur, pietätvoll zu kondulieren.
• Buchstabensuppe ist meine Lieblingsspeise. Ich mag es, immer ein H in der Suppe zu finden.
• Man sitzt recht unbequem auf einem Urinal. Sehr lästig, dass Stehpinkeln heutzutage so verpönt ist.

Montag, 26. Juli 2010

Was in der KW 29 geschah Teil 1

• Wer jetzt noch mit Fähnchen am Auto rumfährt, lässt auch seine superwitzigen Fassadenkletterweihnachtsmänner bis Ende Januar hängen.
• Nichts ist belebender für die eigene Arroganz und Überheblichkeit, als sich bei einer Fahrt mit dem ÖPNV unters gewöhnliche Volk zu mischen.
• Alle Klimahysteriker heben das rechte Bein. Alle Klimaanlagennutzer heben das linke Bein. Oh, das sind jetzt doch ziemlich viele umgefallen.
• Für einen Bäcker mit Anspruch ist ein Brot nicht einfach ein Brot, sondern ein Gesamtknustwerk.
• Raptilien sind in ihrem Musikgeschmack leider arg eindimensional.
• Als Verbraucher wird man ständig hofiert. Ist das fair gegenüber den vielen Substantivsäufern?

Donnerstag, 22. Juli 2010

Kreuzworträtsel für Eilige

Waagerecht
1 Kfz-Kennzeichen Aalen
3 Abk. Auswärtiges Amt

Senkrecht
1 Kindersprache „Stuhl“
2 Abk. Anonyme Alkoholiker

Montag, 19. Juli 2010

Was in der KW 28 geschah

• Oh! Da guckt man mal für ein paar Monate nicht aus dem Fenster, und schon ist der ganze Schnee verschwunden.
• Man merkt, dass es an Selbstbewusstsein mangelt, wenn man die Frau so oft fragt, ob sie wirklich will, bis sie sich wieder anzieht und geht.
• Man soll nicht selbstgerecht sein. Auch ich wäre evtl. ein rüpelhaftes Arschloch mit faschistoiden Zügen, würde ich in Ffm Rad fahren.
• Wer eine Latte Matschiato bestellt, darf sich nicht wundern, wenn es nur noch zu Beischlaff reicht.
• Was sagt eigentlich PISA zur Leseschwäche der Vögel? Weder WC noch 00 im Kennzeichen, trotzdem wird mein Auto ständig volldefäkiert.
• Ein gutes Zeichen, dass die Dinge nicht optimal laufen, ist, wenn man ständig „MAN SOLLTE EUCH DOCH ALLE ERSCHIESSEN“ vor sich hin schimpft.
• „Oh, danke, sehr nett von Ihnen!“ „Nett? Ach, nehmen Sie’s nicht persönlich. Ich bin zu jedem nett, auch zu Deppen wie Ihnen.“
• Ja, das ist originell! Ja, das ist kreativ! Ja, das ist genial! Nein, man versteht es leider überhaupt nicht …

Montag, 5. Juli 2010

Was in der KW 26 geschah

• Natürlich haben alle, die in der Mittagspause kassenschlangenaufblähend ihre Wocheneinkäufe machen, gute Gründe. Ich hasse sie trotzdem.
• Die innere Leere passt gut zu meinem Vorsatz, mal wieder in mich zu gehen. Es ist dann genug Platz vorhanden.
• Arbeitssuggerierende Papierstapel auf dem Schreibtisch neu arrangiert. Toll! Beginne selbst zu glauben, heute aktiv gewesen zu sein.
• Wer jetzt laut jammernd die Klimaanlage auf kernige 15 °C stellt, dreht auch die Heizung auf, wenn es wieder weniger als 20 °C sind.
• „Meine Klimaanlage ist kälter eingestellt als deine Klimaanlage“ ist eine besonders alberne Form des Schwanzvergleichs.
• „Und? Wie findest du mein neues Kleid? Vielleicht zu weit geschnitten?“ „Sack ich jetzt lieber nichts zu.“
• Erst Sodann, jetzt Jochimsen. Welchen TV-Promi stellt die Linke das nächste Mal auf? Mario Barth? Plebejischer ginge es wohl nicht.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Gesundheitstipp

Trockene Haut? Das muss nicht sein! Besuchen Sie einfach am Abend eines herrlichen Sommertages Ihr kommunales Freibad. Das Wasser ist großzügig mit Creme angereichert, und für die Extraportion Feuchtigkeit sorgt der hohe Harnstoffgehalt. Ich wünsche noch eine schöne Freibadsaison!

Montag, 28. Juni 2010

Was in der KW 25 geschah

• Ohne hypochondrisch wirken zu wollen: Einen ganzen Kasten Bier zu kaufen halte ich für übertrieben optimistisch.
• Besuch neulich beim Zahnarzt hat bestätigt: Ich würde schon beim Anblick von Folterinstrumenten alles gestehen und jeden verraten.
• Es wird zu oft mit zweierlei Maß gemessen. Ist es fair, dass man Entfernung in Meter, Gewicht aber in Kilogramm misst?

Dienstag, 22. Juni 2010

Allez les Blödes!

Und? Gibt’s Neuigkeiten aus der Abteilung „Wir sind alle blau und benehmen uns auch so“? Intrigen, Beleidigungen, Schlägereien?

Montag, 21. Juni 2010

Was in der KW 24 geschah

• Wer da aber in der Öffentlichkeit Glas zerdeppert und liegenlässt, der soll sofort erschossen und zur Warnung anderer liegengelassen werden.
• „Chef, mir stinkt das hier alles ganz gewaltig!“ „Müller, dann ist vielleicht ein Job in der Kläranlage doch nicht das Richtige für Sie …?!“
• Wer hat eigentlich die irrwitzige Theorie entwickelt, dass künstlich aufgeblähte Präsentationen den Kunden ganz besonders beeindrucken?
• Noch nervtötender als die Vuvuzelas sind übrigens die endlosen Diskussionen darüber, wie nervtötend die Vuvuzelas sind.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Missverständnis

„Und, was gibt’s Neues in der Welt?“
„In Russland wurde ein Bürgerrechtler erschossen. Ein Selbstmordattentat im Irak …“
„Ähh …“
„Die Koalition in Berlin hoffnungslos zerstritten …“
„Ich …“
„Die EU hoffnungslos uneinig …“
„Ähh …“
„Irgendwo in Afrika wurde ein kleptokratischer Diktator gestürzt und durch einen anderen, offenbar genauso kleptokratischen Diktator ersetzt …“
„Ich meinte …“
„Wilde Streiks in Frankreich. Proteste im Iran niedergeknüppelt …“
„Also …“
„Irgendwo wurde ein Manager entlassen, der eine große Firma in den Ruin geführt hat, und dafür mit 10 Millionen Euro Abfindung belohnt …“
„Ich …“
„Griechenland, Italien etc. in großen finanziellen Schwierigkeiten …“
„Äh …“
„Unsere eigene Staatsverschuldung auf einem neuen Rekordhoch …“
„Also …“
„Eine amerikanische Drohne hat eine Hochzeitsgesellschaft in Pakistan ausgelöscht. Es wurden aber schon zehn Ziegen als Entschädigung angeboten …“
„Ich …“
„Irgendwelche osteuropäischen Völker schlachten sich gegenseitig ab. Oder ist das da schon Asien?“
„Moment …“
„Israel und Hamas prügeln aufeinander ein …“
„Also …“
„Chinesischer Dissident verschwunden …“
„Hör mir doch …“
„Tausende Tote durch Umweltkatastrophe in …“
„Hör mir doch mal zu!!! Ich meinte was gibt’s NEUES in der Welt?“
„Ach so. Nichts.“

Dienstag, 15. Juni 2010

Was in der KW 23 sonst noch geschah

• W. C. Fields soll mit dem Luftgewehr auf Passanten geschossen haben. Sowas ist mir fremd. Ich hätte ein MG genommen.
• Erwarten Sie von mir kein geschliffenes Deutsch. Rechnen Sie eher mit geschleiftem.
• Bis 20 °C ist es mir zu kalt zum Arbeiten, ab 22 °C zu warm. Es hat seine Vorteile, sehr temperaturempfindlich zu sein.
• Das Gekreisch der Kinder im Badesee gegenüber nervt. Hätte hier evtl. jemand ein Krokodil für mich, das er sowieso bald aussetzen wollte?
• BP fördert die Wissenschaft: Die Ölschwaden aus dem Golf von Mexiko bringen wertvolle Erkenntnisse zur Strömung der Meere.

Montag, 14. Juni 2010

Was in der KW 23 geschah: WM-Hype-Spezial

• Damit auch Bello seiner Fußballbegeisterung Ausdruck verleihen kann: die Wauwauzela.
• Und für die Kühe unter den Fußballfans gibt es die Muhmuhzela.
• Wer lautstark gegen den Fußballwahn protestieren will, tut das am besten mit der Buhbuhzela.
• Und hier auf vielfachen Wunsch noch das Sondermodell für trötfreudige Hamburger: die Uwesela.
• Kein Alkohol am Steuer! Alle Autofahrer mit Fahne müssen jetzt unverzüglich aus dem Verkehr gezogen werden!

Mittwoch, 9. Juni 2010

Vogelkonzert

Herr Amsel, gutgelaunt: „Was für ein herrlicher Morgen!“
Frau Amsel: „Ein Traum!“
Frau Meise: „Hallo Familie Amsel, Sie auch schon so früh wach?!“
Frau Amsel: „Bei dem tollen Wetter!“
Herr Meise: „Wunderbar, erst halb fünf und schon so hell!“
Herr Amsel: „Sie sagen es!“
Herr Meise: „Da muss man einfach raus, da hat man was vom Tag!“
Frau Amsel: „Und Sie wissen ja, der frühe Vogel …“
Herr Meise: „Ach, auch wieder eine dieser eingedeutschten englischen Redensarten.“
Frau Meise, zischend: „Du sollst doch nicht immer so besserwisserisch sein.“
Herr Meise, grummelnd: „Ja, ja.“
Frau Amsel, geschmeidig das Thema wechselnd: „Haben Sie gesehen, der Herr Hallmackenreuter schläft noch.“
Frau Meise: „Ja.“
Herr Meise: „Faule Socke.“
Herr Amsel: „Sie sagen es.“
Frau Amsel: „Der schläft immer so lange.“
Herr Amsel: „Vielleicht mag er keine Würmer?“
Herr Meise: „Ich hätte nicht übel Lust …“
Frau Meise, Frau Amsel, Herr Amsel: „Jaaaa???“
Herr Meise, kichernd: „Sie wissen schon, Weckdienst …“
Frau Meise, Frau Amsel, Herr Amsel: „Jaaaa!!!“
Herr Meise: „Hehe! Wollen wir?“
Frau Meise, Frau Amsel, Herr Amsel: „Jaaaa!!!“
Herr Meise: „Also gut, bei drei. Eins … zwei … drei!
Alle: „TSCHILP! TSCHILP! TSCHILP! TSCHILP! TSCHILP! TSCHILP! TSCHILP! TSCHILP!“
Herr Hallmackenreuter: „Hmpf!“

Dienstag, 8. Juni 2010

Was in der KW 22 geschah

• Habe mich nach mehrfacher Ermunterung jetzt endlich mal ins Knie gefickt. War aber unbequem und auch nicht sooo schön.
• Diese ständigen Déjà-vu-Erlebnisse wiedern mich an.
• Mein Arzt hat mich gewarnt. Noch ein Tropfen Alk, und mich trifft der Schlag. So ein Angsthase, dieses Glas Bier wird mich schon nicht umbr
• Was Uroma noch wusste: Mammut-Steaks werden besonders zart und aromatisch, wenn man sie eine Woche in Met einlegt.
• Warnhinweis für Drachen: Fauchen fügt den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu.

Montag, 7. Juni 2010

Blink!

Es gibt ja für jeden Anlass und jedes Thema einen besonderen internationalen Tag. Es gibt den Tag des Klimas, es gibt den Tag des Hysterikers, es gibt den Tag des Fußpilzes, es gibt den Tag der Nacktschnecke, es gibt den Tag … aber lassen Sie uns hier nicht zu sehr ins Detail gehen, sonst müssten Sie bis Südafrika scrollen, um alles lesen zu können, und weil es da wegen der ubiquitären Vuvuzelas viel zu laut ist, um sich zu konzentrieren, würden Sie eh nichts mehr mitbekommen.
Heute scheint jedenfalls der internationale Tag des Blinkens zu sein. Jedenfalls haben auf meinem Weg zur Arbeit heute morgen fast alle Autofahrer ihren Blinker betätigt, wenn sie abbiegen wollten. Selbst im Kreisel wurde geblinkt. Man ist sowas nicht mehr gewohnt und reagiert irritiert. Lag es am angenehmen Frühsommerwetter? Hatten die Menschen ein erfreuliches Wochenende und waren deshalb in Blinklaune? Oder werden die besonderen internationalen Tage doch viel ernster genommen, als man gemeinhin denkt? Das wäre dann eine erodierende Gewissheit mehr.
Ich beantrage hiermit einen internationalen Tag der erodierenden Gewissheiten.

Freitag, 4. Juni 2010

Macht

Kaum spielt die Schwiegermütter-Union ihre ganze Macht aus, kriegen wir einen Bundespräsidenten mit wülffischem Lächeln.

Dienstag, 1. Juni 2010

Was in der KW 21 geschah

• Stillstand lasse ich mir von niemandem vorwerfen. Jeden Tag ein wenig verkorkster ist ja auch eine Art von Weiterentwicklung.
• Die Partei DBDDHKP kam mit dem Slogan „Mehr Hohlstand für alle“ an die Macht und setzte ihr Wahlversprechen sofort in die Tat um.
• Der altphilologisch gebildete Brite rettet die Situation im Pub, wenn er ein Glas umgeschmissen hat, mit einem souveränen „Ale iacta est“.
• Apropos Hygiene. Bei mir zu Hause kann man den Boden ablecken! (und wird dabei sogar noch satt)
• Als perfekter Gentleman gucke ich den Damen so in den Ausschnitt, dass man es nicht merkt, sie es aber dennoch als Kompliment mitbekommen.
• Reptiliensalat schmeckt besser, wenn er mit Krokodill gewürzt wird.
• „Fuck!“ ist schon ein richtig geiles Wort. Man kann beherzt fluchen und gleichzeitig mit der Kenntnis eines Fremdworts angeben.
• Kaum hatten die Australier Malaysia erobert, benannten sie die Hauptstadt in Koala Lumpur um.
• Meine Dummheit depprimiert mich.
• Aus Spaß wurde Ernst. Ernst trinkt heute am liebsten Bier.

Montag, 31. Mai 2010

Ausgerechnet

Dass sich jetzt aber ausgerechnet der fragwürdige Charakter S. Raab, der mit seiner gnadenlosen Zurschaustellung Wehrloser wahrscheinlich mehr für die Verrohung des Landes getan hat als alle Killerspiele und Horrovideos zusammen, als ECS-Sieger feiern lassen darf, was er natürlich mehr dem Charme Lenas als der Schunkelmelodie zu verdanken hat, ist schlichtweg zum Kotzen.

PS: Erfahre gerade, dass er den Song nicht selbst geschrieben hat, dass er immer als Mentor bezeichnet wird. Egal, es ist trotzdem zum Kotzen.

Freitag, 28. Mai 2010

Woche der Arroganz 4: Schlusswort

Das ist doch hier alles Pärlen vor die Seue!

Donnerstag, 27. Mai 2010

Woche der Arroganz 3: „Korrekturen“

Dass man sich aber immer wieder euphemistisch „Korrekturen“ genannte Änderungswünsche in seine Texte diktieren lassen muss von Leuten, die selbst keinen einzigen Satz halbwegs geradeaus zustande bringen und daher sprachlich beim besten Willen nicht satisfaktionsfähig sind, ist auch so eine schwer zu überbietende Absurdität.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Woche der Arroganz 2: Einfache Rechnung

Etwa 50 % aller Menschen sind gestört. Etwa 50 % aller Menschen sind Arschlöcher. Nur weil es eine große Schnittmenge von gestörten Arschlöchern gibt, bleiben überhaupt noch Menschen übrig, die erträglich sind.

Dienstag, 25. Mai 2010

Woche der Arroganz 1: Schwieriges Problem

Beim Versuch, meinen Mitmenschen klarzumachen, dass sie verglichen mit mir wirklich die allerletzten Deppen sind, ohne dabei irgendwie arrogant zu erscheinen, stoße selbst ich gelegentlich an meine Grenzen.

Freitag, 21. Mai 2010

Letzte Trilogie

• Wenn Sie Fußball gucken und es steht zu lange 0:0, stellen Sie mir einfach ein Bein – und schon fällt ein Tor.
• Es geht mir gut. Es geht mir gut. Es geht mir gut. Es geht mir gut. Es geht mir gut. Es geht mir gut. Es geht … naja, Versuch war’s wert.
• „Man muss nicht alles verstehen. Haben Sie das jetzt endlich mal begriffen?“
• Wenn schon Außerirdische, dann lieber Fress-Alien als Fäk-Alien.
• „Tja, auch ich werde ja leider nicht jünger.“ „Aber auch nicht älter – nimm dies!“

Donnerstag, 20. Mai 2010

Gemischte Trilogie 10

• Mein Portemonnaie ist eine Single-Börse. Der Schein da drin ist sehr einsam.
• Der Unterschied zwischen abgedroschener Phrase und abgedroschener Ähre: die Ähre wird nicht mehr verwendet.
• Ja, auch als Vegetarier esse ich Tofuwürstchen. Sie dürfen nur nicht aus Massentofuhaltung kommen.
• Manchmal ist alles genau so, wie es aussieht.
• „Jetzt machen Sie mal nen Punkt!“ „.“
• Gut, dass dieses üble Maiwetter meine Laune nicht beeinflussen kann. Ich bin auch bei Sonnenschein mies drauf.
• Habe mir die Beine operativ verkürzen lassen. Ein voller Erfolg – mein Schwanz wirkt optisch gleich viel länger.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Opfer

Nur mal angenommen, die Verkehrstoten eines Jahres (lassen wir die Verletzten hier mal beiseite) würden nicht peu à peu unter denen ausgesucht, die das Pech hatten, in einen Autounfall verwickelt zu werden, sondern würden am Beginn des Jahres von einer dafür ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe ausgewählt oder ausgelost. Nur mal angenommen, diese Arbeitsgruppe würde dann die ausgesuchten Opfer nach getaner Arbeit bekanntgeben und für die Hinrichtung verhaften lassen; dafür aber könnten sich alle anderen Autofahrer sicher sein, zumindest in diesem Jahr verschont zu bleiben. Ist da nicht die Wahrscheinlichkeit groß, dass man das Autofahren zügig verbieten würde?

Dienstag, 18. Mai 2010

Gemischte Trilogie 9

• „Sagt man besser ‚ist mir egal‘ oder ‚ist mir gleich‘?“ „Mir doch wurscht.“
• Leider ist nur den wenigsten Menschen, die nicht ganz dicht sind, mit einer Inkontinenz-Einlage zu helfen.
• Wer mit einem altmodischen Schreiben reklamiert, ist ein Briefbeschwerer.
• Computer-Tipp: Zum Befestigen von Bildschirm-Hintergründen haben sich E-Nails bewährt.
• Nicht so schlimm, wenn man mal den Faden verliert. Ist schließlich kein Wertgegenstand.

Freitag, 14. Mai 2010

Naturwissenschaftliche Trilogie

• Wenn sich all die aufgeblasenen Menschen mit CO2 statt mit Ego aufpumpen würden, wäre auch die Klimakatastrophe so gut wie abgewendet.
• Die 4 % Neandertaler-Erbgut im Menschen finde ich nicht überraschend. Offenbar werden die primär beim Autofahren aktiviert.
• „Dies ist der heißeste Mai aller Zeiten! Wer’s nicht glaubt, ist ein Ketzer. Und jetzt bitte mehr Forschungsgeld. Ihr R. K. Pachauri.“

Mittwoch, 12. Mai 2010

Erodierende Gewissheiten 7

Mein Opa hatte einen Lieblingsspruch: ‚Alles scheiße!‘. Ich war immer der Meinung, ja, ganz genau so ist es. Bis ich gemerkt hab, dass noch viel mehr noch viel beschissener ist.

Dienstag, 11. Mai 2010

Autobiographische Trilogie 5

• Habe ohne Not Whisky und Rotwein entsagt. Bin offenbar nicht mehr so ganz bei Prost.
• Oft stelle ich mir vor, Gott fliegt mit Geschäftsfreunden durchs Universum, zeigt auf die Erde und sagt „das da unten ist unser Irrenhaus“.
• Im Prinzip bin ich ein liebenswürdiger und unterhaltsamer Mensch. Wenn ich Freunde hätte, würden die das bestätigen.

Montag, 10. Mai 2010

Autobiographische Trilogie 4

• Bin den ganzen Tag dabei, „Fuck!“ zu brüllen. Ob da am Ende der Wunsch Vater des Fluchens ist?
• Geschäftsidee: Laden für Randalierbedarf in Athen aufmachen. Wenn es gut läuft, Filialen in Hamburg und Berlin.
• Beschimpfe kleine Kinder und schlage mit dem Stock nach Autos. Passiert jetzt doch früher, als ich dachte.

Freitag, 7. Mai 2010

Tierwelt-Trilogie 5

• Wenn Faultiere glauben, zackig antworten zu müssen: „Ai, Ai, Sir!“
• Die Rumvögelei mancher Hühner ist echt hahnebüchen.
• Im Festnetz geht es wieder rund, die Spinnen feiern wilde Partys.
• Habe das ewige Rätsel „zuerst Huhn oder Ei?“ gelöst. Das Ei! Ein Blättern im Duden hat die Erkenntnis gebracht.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Gemischte Trilogie 8

• Wer aber ganz besonders unordentlich ist, der soll als Messieas gepriesen werden!
• M t z r Lü ke.
• „Mit Lebensmitteln spielt man nicht!“ ermahnte der Buchstabensuppenliebhaber sein wortwitzelndes Kind.
• Dieser Tweet ist öffentlich-rechtlich und kann daher auch von denen problemlos verstanden werden, die erst zum Schluss eingeschaltet haben.
• „Sie sind heute wieder außergewöhnlich gewöhnlich!“
• Zacken. Zecken. Zicken. Zocken. Zucken. Zücken. Da wird sich doch wohl für Zäcken, Zöcken und Zycken auch noch ein Sinn finden lassen.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Zu heiß gebadet? Oder eiskalt abgezockt?

Der zweite arschkalte Winter in Folge, dieses Mal sogar mit großzügiger Beflockung.
Der Eisschicht auf der Nordhalbkugel geht es glänzend.
Der Mai der gefühlt allerkälteste Mai aller Zeiten.

Trotzdem werden die Klimahysteriker nicht müde, von einer schrecklichen Klimakatastrophe zu schwadronieren.
Angefeuert werden sie dabei von der Politik, die schon immer für eine Vereinfachung der Dinge war.
Die Tatsache, dass es seit Klimagedenken mal wärmer und mal kälter ist, wird dabei nach wie vor nonchalant ignoriert. Nilpferde im Rhein? Nie gehört!
Die Tatsache, dass die Welt genug andere Umweltprobleme hat wie Überbevölkerung, abgeholzte Wälder, vergiftete Böden und Gewässer etc. (die Liste ließe sich beliebig erweitern), wird dabei souverän ausgeblendet.
Nein, denkfaul ist das CO2 an allem schuld. Demnächst wahrscheinlich auch an Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Da wurde also kollektiv zu heiß gebadet. Oder, und das scheint wahrscheinlicher, hier wird eiskalt abgezockt. Forscher mit Geltungsdrang und Forschungsgelderbedürfnis, Verlage, die Presseerzeugnisse mit schlechten Nachrichten verkaufen wollen (only bad news is good news) und die Hersteller z. B. von urwaldvernichtendem Biokraftstoff oder die Produzenten von landschaftsverschandelnden Windkraftanlagen in einer überaus profitablen Allianz. So reibungslos arbeiten international sonst nur Terroristen oder die organisierte Kriminalität zusammen.

Und obwohl viele der „Klimafakten“ mittlerweile längst als Fälschungen enttarnt sind, lässt sich das Volk unbeirrt als dumm verkaufen. Bis es sich irgendwann gelangweilt einer anderen Sau zuwendet, die durchs Dorf getrieben wird. Hoffen wir mal, dass diese Sau nicht allzulange auf sich warten lässt. Sie wäre ein Glücksschwein.

Dienstag, 4. Mai 2010

Gemischte Trilogie 7

• Ich kann so viel Kuchen essen wie ich will, die Übelkeit geht einfach nicht weg.
• Wäre nicht die Schreibweise B-kolleté viel sinnlicher?
• Was sagt der Papst eigentlich dazu, dass er in einer Stadt con Dom lebt?
• Goldgräber bestellen in der Bar nicht einfach Drinks, sondern erwerben Schlürfrechte.
• Mal ist’s zu warm, mal zu kalt. Mit den Temperaturen ist es eine echte Gradwanderung.
• Der korrekt gekleidete Gentleman mit geistigem Interesse verlässt das Haus nie ohne ein Einsteckbuch.

Montag, 3. Mai 2010

1. Mai

Was sich mir jetzt doch mal wieder aufdrängt ist die Frage, wie viele der euphemistisch „Autonome“ genannten Vollidioten, die sich in maßloser Selbstaufblähung als vorgebliche Antifaschisten gefallen und unter diesem Deckmantel das Leben anderer riskieren und das Eigentum anderer zerstören, wirklich Widerstand leisten würden, wenn es tatsächlich mal darauf ankäme – wenn sie also beispielsweise gegen eine reale faschistische Macht protestieren könnten und nicht nur gegen die nun wirklich nicht satisfaktionsfähigen Neonazis –; oder ob sie nicht viel eher als erste devot den Schwanz einziehen und gleichgeschaltet mitmarschieren würden bzw., viel schlimmer noch, sogar aktiv mittun würden.

Freitag, 30. April 2010

Rabiate Trilogie

• Schläger haben es vielleicht nicht so mit der Rechtschreibung, beherrschen aber die Komasetzung recht gut.
• „Müssen Sie Meinungsverschiedenheiten immer mit der Schusswaffe beenden?“ „Leider ja, für wirkungsvolles Zuschlagen fehlt mir die Kraft.“
• Habe eine Bank überfallen. Die Beute war leider gering. Der Rentner, der da saß, hatte nur Brotkrumen fürs Füttern von Enten dabei.

Donnerstag, 29. April 2010

Autobiographische Trilogie 3

• Der griesgrämige Greis, der in meinem Spiegel wohnt, sieht mir verdächtig ähnlich. Da hat sich wohl ein alter Verwandter eingeschlichen.
• „Ich leide schrecklich unter Minderwertigkeitskomplexen!“ „Aber nein! Das sind keine Komplexe.“
• „Ist das Leben nicht schön?!“ „Ja?“ „Liebe, Sex, Romantik, Freundschaft, Erfolg, Sonne …“ „Stimmt, Sonne, hab ich auch schon mal erlebt.“
• Betrachten wir das Leben einfach als Prüfung, bei der man nur durchfallen kann. Das nimmt den Erfolgsdruck.
• Aus meinem Leben. Was bisher geschah:










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Mittwoch, 28. April 2010

Büro-Trilogie 3

• Hab geträumt, ich wär im Büro. Beim Aufwachen festgestellt: ich bin im Büro.
• Da nörgelt und stänkert und intrigiert man unermüdlich, und wer dankt es einem?
• Die Kollegin trägt’n Pony. Bin beeindruckt von ihrer Kraft und werde ihr nicht mehr widersprechen.
• Bin jetzt fertig mit Däumchendrehen und gedenke, den Rest des Tages mit Nasebohren zu verbringen. Ich mache die Dinge gerne gründlich.
• „Ich fühl mich heut so verschlagen.“ „Du meinst zerschlagen.“ „Nein. Und wunder dich nicht, wenn der Chef nachher mich für deine Idee lobt.“

Dienstag, 27. April 2010

Musikalisch

Eine Dame aus Florenz
Litt an starker Flatulenz.
Doch man hat ihr stets verziehen,
Denn sie furzte Melodien.

Montag, 26. April 2010

Gemischte Trilogie 6

• Überbewertet als überbewertet zu bezeichnen wird mittlerweile auch stark überbewertet.
• „Jetzt werden andere Saiten aufgezogen!“ sprach der Schlagzeuger und freute sich über die neuen, plingenden Klangnuancen seines Instruments.
• „Scheiß Mafioso! Ich tret dir in die Eier!“ „Das will ich sehen. Wie willste das jetzt noch schaffen mit den Füßen im Beton?“
• Als das CO2 mitbekam, dass die Menschen es für den Hauptschuldigen am Klimawandel hielten, mutierte es laut prustend zu Lachgas.

Freitag, 23. April 2010

Leidende Trilogie

• Die Knochen morsch, die Kondition im Eimer. Und schon reicht es nur noch für Geschlächzverkehr.
• Ab fünf eingebildeten Leiden spricht man von Hyperchondrie.
• Lassen Sie den Mann mit der Zwangsjacke und den Beruhigungsmitteln durch, die sind für mich.
• Amokläufe sind weniger erstaunlich als die Tatsache, dass sie relativ selten passieren.
• Verzweiflung? Verdreiflung, wenn nicht noch mehr.
• Manisch-depressiv im digitalen Zeitalter: Mal fühl ich mich als Eins, mal als Null.

Donnerstag, 22. April 2010

Tierwelt-Trilogie 4

• Wie hatte ich mich auf meinen 1. Tag als Schafrichter gefreut! Aber die Viecher sind so gesetzestreu, dass es total langweilig war.
• Der frühe Wurm verflucht den bettflüchtigen Vogel.
• Der rührende Hirsch über meinem Sofa ist wirklich sehr ergreifend. Ich muss immer weinen, wenn ich ihn angucke.
• Antilopen sind mir zu anti. Gibt es auch Prolopen?
• „Sei doch kein Frosch!“ „Quak?“
• Motto der Hundezüchter: Was nicht fasst, wird fassend gemacht.

Mittwoch, 21. April 2010

Eyjafjallajökull Spezial

• In jedem 7. Überaschungsei ist jetzt eine Vulkanminiatur zum Sammeln.
• Trotz internationaler Bemühungen konnte der Eyjafjallajökull bislang noch nicht zu einem Aschentzug bewegt werden.
• Friseure erzählen, dass „aschblond“ als Trend-Tönung momentan besonders gefragt sei.
• Flugrouten werden momentan als Aschenbahn bezeichnet.
• Ist das vielleicht Asche auf die Häupter aller, die Kinder misshandelt oder sowas vertuscht haben? Hoffentlich reicht dann ein Vulkan.
• Wäre es nicht sinnvoller gewesen, das Flugverbot gegen die Aschewolke zu verhängen?
• Überraschend beherrschtes Benehmen heute überall. Wird wohl das Fluchverbot sein.
• Ejakullajökull
• Erst der Bankrott, jetzt der inkontinente Vulkan, der womöglich die Temperaturen sinken lässt. Wir sollten Island endlich abschaffen.
• Ich habe „Du copy-pastest Eyjafjallajökull doch!“ gecopy-pastet.

Dienstag, 20. April 2010

Büro-Trilogie 2

• Kollege prahlt, er könne Klavier spielen. Ich weiß zwar nicht, was das ist, hab ihn aber lässig mit meinen Klafünf-Fähigkeiten übertrumpft.
• Schon zweimal Maus-Handgelenkauflage aus Gel von meinem Schreibtisch verschwunden. Werde mal drauf achten, welche Kollegin operiert wirkt.
• Sehr bedauerlich, dass einen die Arbeit im 4. Stock nicht vor unterirdischen Ideen bewahrt.
• Seltsam. Sage allen Mädels, dass ich heute besonders grießcremig bin, aber keine will mich vernaschen.
• Es ist so anstrengend, immer so zu tun, als würde ich arbeiten, dass ich fast schon damit anfangen könnte, wirklich zu arbeiten.

Montag, 19. April 2010

Autobiographische Trilogie 2

• Nein, ich werde die Finte nicht ins Korn werfen. Täuschungsmanöver sind für mich unentbehrlich.
• Werde Preis für den peinlichsten Politiker Europa stiften. „Oscar“ ist als Name leider vergeben. Vielleicht „Berluskozy“? Oder „Sarkusconi“?
• Neulich in der Wüste umhergeirrt. Riesigen Schafskäse am Horizont gesehen. War dann aber doch nur eine Feta Morgana.
• Verkaufe alle as, bs, cs, ds, es, fs, gs, hs, is, js, ks, ls, ms, ns, os, ps, qs, rs, ss, ts, us, vs, ws, xs, ys, zs und setze mich zur Ruhe
• Kaum hatte ich begriffen, dass klug sein und klugscheißen nicht zwingend zusammengehören, musste ich diese Erkenntnis aller Welt mitteilen.
• Der Schreck über den grauenvollen Alptraum wich rasch dem Entsetzen darüber, dass er eine präzise Zusammenfassung meines Lebens war.
• Schule jetzt um zum Goldwäscher. Ich mag es, wenn die Barren so schön sauber glänzen.

Freitag, 16. April 2010

Eichhörnchen-Trilogie

• Mühsam leert sich das Eichhörnchen. (Tja, ballaststoffarme Nahrung und Bewegungsmangel sind wohl auch in der Tierwelt nicht unbekannt.)
• Mühsam lehrt sich das Eichhörnchen. (Aber immerhin, der Wille zur selbständigen Weiterbildung ist sehr zu begrüßen.)
• Mühsam mehrt sich das Eichhörnchen. (Sehr bedenklich – greift der Trend zur Versingelung jetzt auch auf diese possierlichen Nager über?)